Zum Inhalt

Morra zwischen Signorelli-Kunst und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Morra

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Der Dorfkern und die Pieve di Santa Maria

Morra verbindet einen historisch geprägten Dorfkern mit einem deutlichen Bezug zur Kunst von Luca Signorelli. Das Dorfzentrum entwickelte sich um die romanische Pieve di Santa Maria. Die Pieve wird in einer Bulle aus dem Jahr 1126 und in einem Vertrag zwischen Perugia und Città di Castello erwähnt. Der romanische Kirchenbau gehört zum historischen Kern des Ortes. Die Pieve bleibt dabei der sakrale Bezugspunkt des Dorfkerns, während die späteren Signorelli-Fresken im Oratorio einen eigenen Kunstschwerpunkt bilden.

Oratorio di San Crescentino: Bau und Fresken

Das Oratorio di San Crescentino in Morra wurde im Jahr 1420 errichtet und im Jahr 1507 erweitert. In seiner Sakristei sind spätgotische Fresken aus der ursprünglichen Bauphase erhalten. Die Wände des Oratorio di San Crescentino tragen eine Ausmalung der Werkstatt von Luca Signorelli. Die Fresken stammen aus der ursprünglichen Bauphase; die Erweiterung von 1507 gehört zu einem späteren Abschnitt des Gebäudes. Die Jahreszahlen 1420 und 1507 trennen die Errichtung von der späteren Veränderung des Oratorio. Die Sakristei bewahrt damit einen Teil der älteren Ausstattung, während die Wände die Werkstattmalerei tragen.

Luca Signorelli selbst malte im Oratorio di San Crescentino nur die Szenen der Geißelung und der Kreuzigung. Außerdem befindet sich dort ein Fresko der Madonna della Misericordia mit deutlich pierfrancesker Ausprägung. Die Begrenzung der Eigenhändigkeit hält den Anteil des Meisters von der Werkstattarbeit und der pierfrancesken Ausprägung des Madonna-Freskos getrennt.

Signorelli und das obere Tiber-Tal

Morra ist eine wichtige Station des Signorelli-Itinerars im oberen Tiber-Tal. Im oberen Tiber-Tal verbindet Morra den konkreten Kunstort des Oratorio mit dem regionalen Signorelli-Itinerar.

Anzeige

Naturraum und Feste

Zum kulturellen Schwerpunkt kommt ein eigener Naturbezug: Boschi di Morra - Marzana ist ein Natura-2000-Gebiet gemäß der EU-Habitatrichtlinie mit dem Kenncode IT5210006. Der Schutzgebietsstatus setzt einen eigenen Akzent und steht als selbstständiges Thema neben der Kunstgeschichte und der Dorfgeschichte von Morra.

Auch die Feste geben Morra einen saisonalen Charakter. Morra a Tutta Birra ist ein regelmäßig stattfindendes Sommerfest. Bier und gastronomische Stände gehören ebenso zum Programm wie Musik und Tanz. Die Sagra della Castagna in Morra findet in der zweiten Oktoberdekade statt. Die beiden Feste liegen zeitlich auseinander und eröffnen zwei unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt in Morra. Für die Reiseplanung nach Anlass reicht der zeitliche Rahmen damit vom Sommerfest bis in die zweite Oktoberdekade. Wer den Aufenthalt an einem Fest ausrichten möchte, kann sich am Sommer oder an der zweiten Oktoberdekade orientieren.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken Sie hier: Bruna, Strettura, Santʼanatolia Di Narco, Ripa, Chiugiana-La Commenda, Piedicolle, Pierantonio, Torricella.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.