Bastardo: Römische Spuren und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Bastardo
Bastardo verbindet römische Spuren, die Erinnerung an den Bergbau und lebendige lokale Traditionen. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, das historische Themen nicht isoliert präsentiert, sondern an verschiedenen Orten und Veranstaltungen greifbar macht. Je nach Interesse können Kultur, regionale Geschichte oder eine sportliche Etappe den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden.
Feste und lokales Leben
Ein fester Termin im Jahreskalender ist die Fiera di San Francesco. Sie findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober im Zentrum von Bastardo statt. Die Pro Loco di Bastardo organisiert außerdem kulturelle, freizeitbezogene und soziale Veranstaltungen. Damit bezieht sie die Gemeinschaft ein und wertet lokale Traditionen auf. Wenn Sie Ihre Reise zeitlich planen, bietet besonders der Oktober einen konkreten Anlass, Bastardo im Rahmen seines örtlichen Veranstaltungslebens kennenzulernen.
Römische Spuren im Umfeld
An der Ortschaft Toccioli wird eine antike römische Villa ausgegraben. Sie liegt nahe dem antiken Verlauf der Flaminia Vetus, die von Bastardo in Richtung Montecchio ansteigt. Bei der Ausgrabung der Villa di Rufione wurden 18 Räume freigelegt, darunter zwei Thermenräume. In der Nähe von Bastardo, in der Ortschaft Cavallara, befindet sich außerdem die römische Brücke Ponte del Diavolo. Im weiteren regionalen Umfeld wurde die Via Flaminia Vetus im Mittelalter von Pilgern und Reisenden als Alternative zur Via Flaminia Nova genutzt, die durch Spoleto führte. Diese Bezüge machen die römische und mittelalterliche Vergangenheit zu einem wichtigen Zugang für Ihre Erkundungen.
Santa Barbara und die Bergbaugeschichte
Die Kirche Santa Barbara ist der Schutzpatronin der Bergleute geweiht. Sie wurde in den 1930er-Jahren von Bergleuten errichtet. In ihrem Inneren befinden sich eine 1937 angefertigte Gedenktafel und eine Tafel mit einer Liste der Bergleute, die bei Unfällen oder an arbeitsbedingten Krankheiten starben. Die Kirche wurde am 4. Dezember einmal jährlich anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Bergwerke wieder für den Gottesdienst geöffnet. Die Gemeinde Giano dell'Umbria nahm das Fest der heiligen Barbara für Bergleute wieder auf, um die Erinnerung an die lokale Bergbaugeschichte wachzuhalten. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie daher überlegen, ob Sie den Aufenthalt stärker an Kultur und Erinnerung oder an Aktivitäten im Freien ausrichten möchten.
Spuren von Minen, Bahn und Seilbahn
Die Minen von Bastardo wurden 1955 stillgelegt. Eine Grubenbahn transportierte die aus den Minen Fontivecchie und Acquarossa gewonnene Braunkohle entlang des Puglia-Tals nach Bastardo. Für den Transport des aus den Minen von Bastardo gewonnenen Minerals wurde eine 17 Kilometer lange Seilbahn erst nach dem Zweiten Weltkrieg verwirklicht; sie blieb bis 1955 in Betrieb. Diese historischen Verkehrswege veranschaulichen die Bedeutung des Bergbaus für die Region, ohne dass daraus eine heutige Nutzung abgeleitet werden kann.
Eine Etappe für Gravel-Interessen
Auch sportliche Interessen lassen sich mit Bastardos regionalen Themen verbinden. Die Etappe 3 des „Mount Martani Tour (Gravel) Complete“ führt nach Giano dell'Umbria weiter bergauf bis zu einer Weggabelung, an der ein Schutzhaus und ein aussichtsreicher Rastplatz liegen. Wenn Sie eine Reise mit Kultur und Bewegung verbinden möchten, können Sie diese Streckeninformation in Ihre persönliche Planung einbeziehen und dabei den gewünschten Tagesrhythmus berücksichtigen.
Weitere Ziele im Umfeld
Monte Vibiano Vecchio, Ponte Pattoli, Piazzano, Costacciaro, San Marco, Fontignano, Ripabianca und Buchignano
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.