Chiusi: Etruskische Geschichte, Kathedrale und der Sentiero della Bonifica

File:Chiusi, via arunte 7, casa con fronte di urnetta con uccisione reciproca di eteocle e polinice 01.jpg File:Chiusi, via arunte 7, casa con fronte di urnetta con uccisione reciproca di eteocle e polinice 01.jpg Foto: Francesco Bini via Source, CC BY-SA 4.0

Chiusi zwischen Etruskerzeit und Chiana

Chiusi lässt sich über Kultur, unterirdische Geschichte, lokale Küche und Bewegung im Freien kennenlernen. Für Sie entsteht daraus ein vielseitiges Bild des Ortes: In der Kathedrale San Secondiano begegnen Sie wiederverwendeten römischen Säulen, während Museen etruskische Funde und mittelalterliche Buchkunst bewahren. Der Sentiero della Bonifica ergänzt diese historischen Eindrücke um einen langen Weg entlang des Canale Maestro della Chiana.

Kathedrale und kunsthistorische Schätze

Die Kathedrale San Secondiano besitzt achtzehn wiederverwendete römische Säulen. Jede dieser Säulen ist anders gestaltet und trägt ein Kapitell aus einer unterschiedlichen Stilrichtung. Im Presbyterium befindet sich außerdem ein Mosaik aus dem 4. bis 5. Jahrhundert, das aus einer älteren Basilika geborgen wurde. Beide Details geben dem Kirchenraum eine besondere historische Tiefe, ohne dass Sie sich auf eine einzige Epoche festlegen müssen.

Das Kathedralmuseum von Chiusi zeigt eine Sammlung illuminierter benediktinischer Kodizes aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Kodizes stammen aus der Abtei Monte Oliveto Maggiore. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Museo Etrusco di Chiusi, das 1871 gegründet wurde, um die zahlreichen aus dem Gebiet von Chiusi geborgenen Funde auszustellen. Im Museo Nazionale Etrusco di Chiusi ist der Canopo di Dolciano aus Bronze und Terrakotta aus dem späten 7. Jahrhundert v. Chr. hervorzuheben.

Unterirdische Zeugnisse von Chiusi

Die Tunnel des Labyrinths in Chiusi stammen aus dem 4. Jahrhundert v. und dienten wahrscheinlich der Entsorgung, der Entwässerung und der städtischen Wasserversorgung. Zum Labyrinth gehört auch eine monumentale etruskisch-römische Zisterne. Ihre Wände wurden in Sandstein gehauen; die Zisterne stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Die unterirdischen Anlagen machen vergangene Formen des Umgangs mit Wasser und Stadtinfrastruktur unmittelbar zum Thema eines Chiusi-Besuchs.

Mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs

Der Sentiero della Bonifica ist ein etwa 62 Kilometer langer, unbefestigter Weg, der Arezzo mit Chiusi verbindet und am Canale Maestro della Chiana entlangführt. Er ist für den Rad- und Fußverkehr geeignet und für den Autoverkehr gesperrt. Von Chiusi Scalo oder Chiusi Città aus ist der Sentiero della Bonifica zugänglich. Damit lässt sich der Ort auch aus einer Perspektive kennenlernen, die nicht allein auf Museen und historische Bauwerke ausgerichtet ist.

Brustico am Lago di Chiusi

Zur lokalen Küche gehört Brustico, ein Gericht aus Seefisch. Der Fisch wird über der offenen Flamme von Schilfrohr vom See gegart, anschließend filetiert und mit Öl, Salz, Pfeffer und Zitrone serviert. Brustico wird in Restaurants am Ufer des Lago di Chiusi als Vorspeise oder zweiter Gang serviert.

Praktische Orientierung für Ihren Besuch

Die Öffnungszeiten des Kathedralmuseums von Chiusi und der Katakomben können variieren. Dieser Hinweis betrifft zwei unterschiedliche kulturelle Ziele und gehört deshalb zu einer realistischen Tagesplanung ebenso wie die Entscheidung, ob Sie Ihren Schwerpunkt auf Sammlungen, unterirdische Anlagen, den Weg entlang des Kanals oder die Küche am Lago di Chiusi legen.

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