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Abbadia San Salvatore zwischen Klosterkultur und Bergbaugeschichte

Unterkünfte in Abbadia San Salvatore

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Abbadia San Salvatore verbindet eindrucksvolle Klosterkultur mit der Geschichte des Quecksilberabbaus und Wegen durch die Wälder des Monte Amiata. Im historischen Zentrum steht die Abbazia di San Salvatore, ein 743 vom langobardischen König Ratchis gegründeter Klosterkomplex. Rund um Kirchen, Plätze, Museen und ehemalige Bergbaustätten entsteht ein Reiseziel, das Kulturinteressierte ebenso anspricht wie Menschen, die ihren Aufenthalt mit Spaziergängen, Radtouren oder einer historischen Route verbinden möchten.

Klosterkultur im historischen Zentrum

Die Abbazia di San Salvatore umfasst eine romanische Kirche mit Fresken und Kunstwerken, einen Kreuzgang sowie ein Abteimuseum mit historischen und archäologischen Fundstücken. Besonders markant ist die Krypta, die wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert stammt und 32 Säulen mit kunstvoll gearbeiteten Kapitellen besitzt. Im kürzlich rekonstruierten Ostflügel der Abtei zeigt das Museo Arte Sacra zahlreiche Reliquienschreine aus vergoldetem Holz, eine vergoldete Bronzebüste von Papst Markus, eine ihm zugeschriebene Kasel und ein schottisch-irisches Reliquiar aus dem 7. oder 8. Jahrhundert.

Weitere Zeugnisse der Ortsgeschichte finden Sie an der Piazza Santa Croce. Die Chiesa di Santa Croce wurde 1221 von Abt Rolando geweiht. Ebenfalls an der Piazza steht der ehemalige Palazzo del Podestà, der als früherer Justizpalast von Castel di Badia diente.

Bergbaugeschichte und Wege durch den Wald

Das Parco Museo Minerario di Abbadia San Salvatore dokumentiert den Quecksilberabbau in den Bergwerken von Abbadia San Salvatore von 1899 bis 1972. In der unterirdischen Galleria Livello VII sehen Sie Abbaufronten mit Zinnober; zugleich erläutert sie die Entwicklung der Arbeitssysteme im Bergbau von den 1920er- bis zu den 1950er-Jahren. Damit lässt sich die industrielle Vergangenheit des Ortes nicht nur über Gebäude und Landschaft, sondern auch über konkrete Arbeitsabläufe erschließen.

Der etwa 4,3 Kilometer lange, rund 50 Minuten dauernde und ausgeschilderte Percorso della Miniera führt an ehemaligen Bergbaustätten, dem Aussichtspunkt Laghetto Verde, dem alten Schornstein und dem Pulvermagazin vorbei. Anschließend kehrt die Route nach Abbadia San Salvatore zurück. Für eine zweite landschaftliche Perspektive führt der Percorso del Capomacchia durch den jahrhundertealten Buchenwald und erreicht eine Höhe von 1.530 Metern, wenige hundert Meter vom Berggipfel entfernt. Die Radtour von Abbadia San Salvatore zur Vetta del Monte Amiata verläuft ebenfalls durch Kastanienwälder und den eindrucksvollen Buchenwald.

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Feste, Kastanien und lokale Atmosphäre

Die Festa d’Autunno findet am zweiten und dritten Oktoberwochenende im mittelalterlichen Ortskern von Abbadia San Salvatore statt. Gastronomische Stände bieten geröstete Kastanien und Pilze an; dazu kommen Gerichte wie Kastanienpolenta, Castagnaccio und Pilzzubereitungen. Der Termin verbindet den historischen Ortskern mit den Erzeugnissen und Geschmacksrichtungen der bewaldeten Umgebung.

Eine besondere Tradition prägt den 24. Dezember: Die Fiaccole wird jedes Jahr erneuert. In jedem Terziere des mittelalterlichen Ortes werden dafür pyramidenförmige Holzstapel von bis zu sieben Metern Höhe errichtet. Wer seine Reise an einem festen Termin ausrichten möchte, kann diese Feier ebenso berücksichtigen wie die Festa d’Autunno. Für die Wahl Ihrer Unterkunft und die Tagesplanung ist dabei vor allem interessant, ob der Schwerpunkt auf Kloster, Museen und Plätzen, auf Bergbaugeschichte oder auf Wegen durch Wald und Berglandschaft liegt.

Orientierung für Ihre Reiseplanung

Auch eine Variante der Via Francigena erreicht Abbadia San Salvatore, indem sie von der Etappe 36 zwischen San Quirico und Radicofani abzweigt. Das IAT von Abbadia San Salvatore informiert über Verkehr, Öffnungszeiten, lokale Routen, Zugänglichkeit, historische, künstlerische und naturkundliche Ressourcen sowie Veranstaltungen.

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Weitere Reiseziele

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Ponte A Tressa, San Gimignano, Trequanda, Siena, Monteroni D'arbia, La Fratta, Megognano und Scalvaia entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siena.