Lajatico: Teatro del Silenzio, Geschichte und Naturwege

File:Teatro del silenzio Lajatico frontale.jpg File:Teatro del silenzio Lajatico frontale.jpg Foto: Wwikiwalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lajatico verbindet eine alte Siedlungsgeschichte mit dem Teatro del Silenzio, historischen Bauwerken, Naturwegen und regionalen Produkten.

Ein Ort mit lombardischen Wurzeln

Lajatico ist eine alte Siedlung lombardischen Ursprungs. Früher war der Ort eine Burg der Grafen Pannocchieschi sowie des Bischofs von Volterra. Im Ortszentrum stammt die Burg von Lajatico aus der Zeit vor dem Jahr 1000; außer der zur Hauptpiazza gerichteten Seite ist nur wenig von ihr erhalten. Der Palazzo Pretorio bewahrt sichtbare Gefängnisräume, seine ursprüngliche Struktur und die Wappen der früheren Herren von Lajatico.

Das Teatro del Silenzio

Das Teatro del Silenzio ist ein natürliches Amphitheater auf einem Hügel, 1,5 Kilometer vom Ortszentrum Lajaticos entfernt. Die dort jedes Jahr stattfindende Veranstaltung umfasst Auftritte aus der Opernwelt, internationale Popstars und Performancekünstler. Damit ergänzt ein Veranstaltungsort mit unterschiedlichen künstlerischen Formen die historischen Themen des Ortes.

Historische Spuren und lebendige Details

Die ursprüngliche Pieve di San Leonardo stammt aus dem Jahr 1275. Das Oratorio di San Sebastiano wurde 1520 als Treffpunkt für das Gebet und die frommen Werke einer Bruderschaft errichtet. Auf der Piazza Vittorio Veneto befindet sich eine Installation mit der Aufschrift „Speakers’ Corner – Angolo del parlatore“ und einem abnehmbaren Hocker. Solche konkreten Details geben der Ortsbetrachtung neben den älteren Bauwerken auch einen unmittelbaren, heutigen Bezug.

Rocca und Wege durch die Landschaft

Die Rocca di Pietracassia ist eine frühmittelalterliche Befestigung in der Gemeinde Lajatico. Von dort reicht der Blick über die gesamte Valdera und große Teile der Val di Cecina bis zur nahe gelegenen Stadt Volterra. Für Ihre Planung verbindet sich hier der kulturgeschichtliche Bezug direkt mit einem weit reichenden Landschaftserlebnis.

Bei den Wegen unterscheiden sich Fortbewegungsart, Anspruch und thematische Ausrichtung. Der „Grande Percorso Naturalistico“ kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd zurückgelegt werden. Der Weg „Cento passi nella natura“ ist eine anspruchsvolle Wanderroute für erfahrene Wanderer, hebt Natur- und Landschaftsschönheiten hervor und beginnt an der Straße nach Orciatico an der Brücke über den Foscie-Bach.

Landschaft südlich von Lajatico

Südlich von Lajatico liegt außerdem der Weg „della Mofeta“, ein für alle zugänglicher umweltbezogener, naturkundlicher und wissenschaftlicher Weg.

Handwerk und typische Produkte

In Lajatico besteht eine langjährige lokale Tradition der handgefertigten Spitze „Trina di Irlanda“. Olivenöl und Wein gehören zu den wichtigsten typischen Produkten der Gegend um Lajatico. Handwerkliche und kulinarische Bezüge ergänzen damit die historischen Bauwerke, die Veranstaltungskultur und die Naturwege.

Für die weitere Orientierung können Sie auch La Sterza aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pisa.

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