Buti zwischen Monte Pisano, Geschichte und Olivenhainen

File:Prato, Rio Buti, pozza della Morte e cascata.jpg File:Prato, Rio Buti, pozza della Morte e cascata.jpg Foto: Naioli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lage zwischen Monte Pisano und Rio Magno

Buti liegt an den östlichen Hängen des Monte Pisano und am Ufer des Rio Magno. Zugleich befindet sich der Ort inmitten von Kiefern- und Kastanienwäldern. Für Sie verbindet sich damit eine Landschaft, in der Ortskultur, bewaldete Berge und ein geschützter Naturraum unterschiedliche Seiten desselben Reiseziels zeigen.

Kirchen, Burgen und Theatergeschichte

Im Herzen von Buti befindet sich die Villa Medicea, während das Castel Tonini den Ort überragt. Die Kirche San Francesco ist romanisch. Einen besonderen Blick in die ältere Kunstgeschichte bietet die Chiesina di Santa Maria della Neve: Sie wurde vermutlich zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert im pisanisch-romanischen Stil erbaut und bewahrt Fresken aus dem 18. Jahrhundert, die Pietro Giarrè zugeschrieben werden.

Das Teatro Francesco di Bartolo entstand 1842. Sein hufeisenförmiger Grundriss macht es zu einem typischen Beispiel für ein italienisches Theater. 1987 wurde es mit 220 Plätzen wiedereröffnet. So stehen in Buti sakrale Architektur, mittelalterliche Baugeschichte und eine klar ausgeprägte Theatertradition nebeneinander, ohne dass der Ort auf nur eine Epoche festgelegt ist.

Auch der Frantoio Rossoni gehört zu den markanten Bauwerken des Ortes. Der architektonische Komplex besteht aus zwei Baukörpern und liegt zwischen der Via Paola da Buti und dem Rio Magno. Mit I Maggi bewahrt Buti außerdem eine Tradition des gesungenen Rezitierens, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter den Landarbeitern in den Olivenhainen entstand.

Wandern, Nordic Walking und Mountainbike

Die Berge von Buti bieten Wege zum Wandern und Nordic Walking sowie Routen für Mountainbike-Touren. Der Sentiero CAI 148 beginnt in Buti, führt zum Castel di Nocco und verläuft anschließend durch Wald nach Roncali, Col di Cincia und Galera. Die Abfolge macht den Weg auch als konkrete Orientierung für unterschiedliche Interessen an Landschaft und Bewegung verständlich: Der Ausgangspunkt liegt im Ort, der weitere Verlauf führt durch bewaldete Bergbereiche.

Ein eigener Naturaspekt ist das geschützte Gebiet Stazione Relitta di Pino Laricio. Es wurde eingerichtet, um ein Reliktbiotop der Korsischen Kiefer, auf Italienisch Pinus laricio, zu schützen. Zusammen mit den Kiefern- und Kastanienwäldern verleiht dieser Schutzraum der Umgebung ein naturkundliches Thema, das über reine Aussichtspunkte hinausgeht.

Palio und Geschmack aus den Olivenhainen

Der Palio di Sant’Antonio findet jedes Jahr im Januar statt. Der Palio di Buti hat seine Wurzeln in einer religiösen Zeremonie des 17. Jahrhunderts am Tag des heiligen Antonius des Großen, die mit der bäuerlichen Wirtschaft des Ortes verbunden war. Während des Palio im Januar servieren örtliche Restaurants auf dem Platz Trippa alla butese; das Rezept enthält Hackfleisch.

Die Olivenhaine prägen auch die kulinarische Seite Butis. Dort wird seit Jahrhunderten natives Olivenöl extra produziert, das Bestandteil jedes lokalen Gerichts ist. Für Sie entsteht damit ein Besuchsbild, in dem historische Feste, überlieferte Rezitationsformen, Architektur und alltägliche Küche eng mit der Landschaft des Ortes verbunden bleiben.

Als Ergänzung zu Buti können Sie auch Cascine-La Croce entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pisa.

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