Matraia zwischen San Michele und den Pizzorne
Kirchengeschichte und Kunst in Matraia
Matraia liegt an den Hängen der Pizzorne und verbindet diese markante Lage mit einer bemerkenswerten kirchengeschichtlichen Spur. Im Mittelpunkt steht die Chiesa di San Michele Arcangelo. Wer sich für italienische Kultur, religiöse Kunst und die Entwicklung kleiner Orte interessiert, findet in Matraia einen Ort, dessen Besonderheiten sich gut über konkrete Bau- und Kunstwerke erschließen.
Die ursprüngliche Kirche in Coviglia entstand vor dem Jahr 1000 unter dem Namen Sant'Angelo; damit war der heilige Michael gemeint. Die heutige Chiesa di San Michele Arcangelo wurde wahrscheinlich zwischen 1071 und 1234 errichtet. Schon diese beiden Zeitangaben zeigen, dass die Geschichte des Kirchenstandorts weit zurückreicht, ohne dass die ältere und die heutige Kirche gleichgesetzt werden sollten.
Die Chiesa di San Michele Arcangelo in Matraia hat drei Schiffe. In ihrem Inneren befinden sich außerdem zwei Altäre aus dem 17. Jahrhundert sowie eine Holzskulptur der Madonna mit Kind aus der Zeit um 1300.
Zu den weiteren Kunstwerken gehört ein Gemälde von Baccio Lomi. Über dem Haupteingang befindet sich zudem eine Metallstatue des heiligen Michael, die 1957 angefertigt wurde. Die unterschiedlichen Entstehungszeiten – von der Holzskulptur um 1300 über die Altäre des 17. Jahrhunderts bis zur Metallstatue von 1957 – geben dem Kirchengebäude eine zeitlich vielfältige Prägung.
Hügellage und Ausblicke am BioGiro
Auch der BioGiro macht die Lage Matraias verständlich. Mit 300 Metern über dem Meeresspiegel ist Matraia der höchste Punkt dieser Rennradroute. Auf dem BioGiro gilt Matraia als hügeliger Aussichtspunkt, von dem aus sich die Piana di Lucca und der Monte Pisano betrachten lassen. Landschaft und sportliche Orientierung greifen hier in einem konkreten Routenpunkt ineinander.
Der BioGiro ist eine vollständig ausgeschilderte Rennradroute. Sie beginnt an der Villa Reale di Marlia und erreicht Matraia nach 4 Kilometern. Diese Angabe hilft vor allem Radreisenden, die eine Route nicht nur nach einem Zielnamen, sondern auch nach ihrem Verlauf einordnen möchten. Matraia erscheint dabei als Abschnitt innerhalb einer Strecke, deren Start außerhalb des Ortes liegt.
Wein, Olivenöl und die Pizzorne
Eine zweite thematische Verbindung schafft die Wein- und Olivenölroute von Lucca, Montecarlo und Versilia. Sie beginnt am Fuß der Pizzorne-Hügel, führt durch die Ebene von Lucca und weiter in das Dorf Matraia.
Entlang dieser Wein- und Olivenölroute können Besucher bei örtlichen Höfen und Agriturismi Halt machen. Diese erzeugen Wein und Olivenöl und bieten geführte Verkostungen an. Für Sie kann dieser Aspekt besonders interessant sein, wenn Sie Kultur und Landschaft mit regionalen Produkten verbinden möchten. Ergänzend ist das Altopiano delle Pizzorne von Matraia aus mit dem Auto erreichbar.
Wer ein Hotel in Matraia in Betracht zieht, kann die Ortswahl daher an den belegten Themen ausrichten: an der Chiesa di San Michele Arcangelo, an der Lage an den Pizzorne, am BioGiro sowie an der Wein- und Olivenölroute. So lässt sich der Aufenthalt nach Kultur, Radfahren, Ausblicken oder regionalem Genuss planen, während die konkrete Unterkunft unabhängig von diesen Sehenswürdigkeiten gewählt wird.
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