Magliano: Bergweiler zwischen Geschichte und Wanderwegen

Magliano am Fuß des Monte Tea

Magliano liegt am Fuß des Monte Tea und zwischen den Quellen der Flüsse Aulella und Serchio di Soraggio. Magliano ist ein Bergweiler mit engen gepflasterten Gassen, dicht aneinanderstehenden Häusern und Sandsteinportalen.

Ortsbild und frühe Geschichte

Im oberen Teil von Magliano befand sich im Mittelalter eine Festung. Magliano ist in einem Testament aus dem Jahr 793 erstmals belegt. Das Monumento ai Caduti di Magliano erinnert an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die zivilen Opfer des Zweiten Weltkriegs. Im Ortsbild stehen damit mittelalterliche Spuren neben einem Erinnerungsort der jüngeren Geschichte.

Wandern zwischen Magliano und der Natur

Auf der Route Argegna e Tea führt ein Abstieg nach links in etwa zehn Minuten nach Magliano. Die Gemeinde Sillano Giuncugnano erstreckt sich zwischen dem Parco Nazionale dell’Appennino Tosco-Emiliano und dem Parco dell’Orecchiella und lädt zum Wandern und Trekking in der Natur ein.

PasseggianMangiando hatte im Jahr 2025 seine fünfte Ausgabe erreicht. Die PasseggianMangiando-Route 2025 war ein etwa 17 Kilometer langer Rundweg mit Start und Ziel in Magliano und führte am alten Mulino di Magliano vorbei. Die PasseggianMangiando-Wanderung 2026 war ein etwa 13 Kilometer langer Rundweg mit Start und Ziel an der Colonia di Magliano. Bei dieser Wanderung gab es sechs Verpflegungsstellen; die Route führte unter anderem zum Oratorio della Madonna di Loreto. Die unterschiedlichen Streckenlängen helfen Ihnen, die gewünschte Wanderdistanz vorab einzuordnen.

Kirchenkunst und sakrale Geschichte

Die Chiesa di Sant’Andrea Apostolo wird dem 12. Jahrhundert zugerechnet und besitzt historische und religiöse Bedeutung als sakraler Ort. Sie bewahrt ein Holzaltarbild aus dem 14. Jahrhundert sowie mehrere Reliquien von Heiligen. Das Gewölbegemälde von 1739 stammt von Giuseppe Morelli aus Gragnola und zeigt das Martyrium des heiligen Andreas.

Die Pfarrkirche Sant’Andrea in Magliano wurde nach den Schäden durch das Erdbeben vom 21. Juni 2013 wieder für Gottesdienste geöffnet. Für kulturinteressierte Reisende verbinden sich in und um die Kirche Baugeschichte, religiöse Überlieferung und konkrete Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten.

Historische Spuren an den Wegen

Die PasseggianMangiando-Route 2025 führte am alten Mulino di Magliano vorbei. Die Route Monte Tondo führt ebenfalls am alten Mulino di Magliano vorbei, der kürzlich zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Zusammen mit den Gassen, Sandsteinportalen, der ehemaligen Festung und dem Monumento ai Caduti bilden diese Orte unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt zwischen Wanderung, Ortsgeschichte und Erinnerungskultur.

Die Berglage und die Routen stehen für Bewegung in der Landschaft, während Ortsbild, Festung und Monumento ai Caduti die Geschichte Maglianos sichtbar machen. In der Chiesa di Sant’Andrea Apostolo kommen sakrale Überlieferung und Kunst hinzu. Für Ihre Reiseplanung lassen sich Wanderdistanz, Ortsbild und kulturelle Stationen daher als getrennte Schwerpunkte betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Giuncugnano.

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