Vallico Di Sopra – Bergdorf, Geschichte und Wege in der Garfagnana
Vallico di Sopra ist eine kleine Bergsiedlung der Garfagnana auf 652 Metern über dem Meeresspiegel. Sie liegt auf einem begrünten Hügel, der zur Turrite-Cava-Flusstallandschaft hin ausgerichtet ist; die Häuser sind vollständig sonnenzugewandt. Für Sie zeigt sich hier ein Ort, an dem Berglandschaft, Ausblicke und historisch geprägte Bauspuren unterschiedliche Seiten derselben Reise eröffnen.
Bergstraße, Talblicke und markierte Wege
Vallico di Sopra ist mit dem Auto erreichbar. Die Bergstraße nach Vallico di Sopra bietet Ausblicke auf das Tal der Turrite Cava und macht bereits die Anfahrt zu einem Teil der Landschaftserfahrung. Die Bergstraße markiert den Übergang von der Anfahrt zur Siedlung.
Der Sentiero del Lupo ist ein markierter Rundweg mit Informationstafeln über das Leben des Wolfs und CAI-Wegmarkierungen. Er verläuft auf den Wegen von Vallico di Sotto und Vallico di Sopra sowie durch die Almen des Monte Palodina. Als Rundweg führt der Sentiero del Lupo wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Höhlen und archäologische Spuren
Die Buca di Castelvenere ist eine Naturhöhle mit einem großen, eindrucksvollen natürlichen Eingang, der über einen Fußweg erreichbar ist. Die Grotta di Castelvenere liegt am Fuß des Monte Penna bei Vallico di Sopra. Archäologische Funde aus dieser Höhle weisen darauf hin, dass sie ein Ort der Fruchtbarkeitsverehrung war. Der Fußweg zur Buca di Castelvenere sollte bei der zeitlichen Planung des Besuchs berücksichtigt werden.
Ein Dorf mit langer Geschichte
Vallico di Sopra gehört zu den ältesten Dörfern der Garfagnana. Das Gebiet um Vallico di Sopra war bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Ligurern-Apuanern bewohnt und wurde etwa im 2. bis 1. Jahrhundert v. von den Römern kolonisiert. Die römische Kolonisation folgte zeitlich auf die Besiedlung durch die Ligurer-Apuaner. Vallico di Sopra hat die Merkmale eines mittelalterlichen Dorfes bewahrt. Zu den historischen Häusern gehören Gebäude mit Portalen und Fensterbänken aus Sandstein, deren Material und Gestaltung den Ortscharakter konkret sichtbar machen.
Auch einzelne Sakralbauten ergänzen das historische Bild. Die Pfarrkirche San Michele Arcangelo außerhalb von Vallico di Sopra besitzt eine romanische Anlage, die möglicherweise aus dem 12. Jahrhundert stammt. Im Ortskern befindet sich das Oratorio di San Rocco, das aus dem 17. Jahrhundert stammt. Je nach persönlichem Interesse können Sie in Vallico di Sopra daher mittelalterliche Dorfmerkmale, Sandsteindetails, eine romanische Kirchenanlage und ein Oratorium aus der Frühen Neuzeit in den Mittelpunkt Ihres Besuchs stellen.
Sommerveranstaltung und toskanische Spezialität
Zu den Sommerveranstaltungen in Vallico di Sopra gehört die gastronomisch-musikalisch-kulturelle Veranstaltung „Necci, Migliecci e Pitonca“. Bei dieser Veranstaltung werden Necci angeboten, eine toskanische Spezialität aus Kastanienmehl. Die Verbindung aus regionaler Geschichte, Landschaft und lokaler Küche gibt der Reise nach Vallico di Sopra neben den Wegen und Bauwerken auch einen klaren kulinarischen Bezug.
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