Piano Di Coreglia-Ghivizzano: Burgen, Kirchen und Pilgerweg
Piano Di Coreglia-Ghivizzano erschließt sich besonders über seine Ortsgeschichte. Sein historischer Kern ist Villa di Cistrignana, das heutige historische Zentrum von Piano di Coreglia. Piano di Coreglia entstand aus der Vereinigung von drei sehr alten befestigten Siedlungen. Für Sie führt der Blick damit zu Burgen, Toren, Kirchen und alten Wegen, die diese Geschichte in unterschiedlichen Formen greifbar machen.
Burgen und befestigte Orte
Zur Burgenlandschaft gehören mehrere historische Schauplätze. Die Burg von Villa di Cistrignana zählte 1185 und 1242 zu den bedeutendsten Festungen der Garfagnana. Nestrignana, auch Villa di Cistrignana, besaß eine Burg und gehörte zum Piviere von Loppia. Die Burg von Colle Bertingo spielte mehrere Jahrhunderte lang eine wichtige Rolle im Verteidigungssystem von Coreglia.
Ghivizzano: Tor, Wege und Kirchen
Der Zugang nach Ghivizzano erfolgt durch ein Tor mit Rundbogen. Von dort führt die Via Piastronata zum Ortszentrum. Im südlichen Bereich der Burg von Ghivizzano umschließt die Via Sossala den Festungsbereich; ihre gewölbte Decke wird nur durch Schießscharten beleuchtet. Auch der Turm der Befestigungsanlage von Ghivizzano ist erhalten geblieben.
Die Sakralbauten ergänzen diesen historischen Rundgang. Die Kirche San Pietro bewahrt gut erhaltene Gemälde und einen alten Tabernakel. Die Kirche San Antonio in Ghivizzano bewahrt einen Ambo einer Kanzel und ein Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert. Die Pfarrkirche Santa Lucia wurde 1260, 1276–1277 und 1387 erwähnt.
Feste und lokale Traditionen
Zum kulturellen Jahreslauf von Piano di Coreglia gehören zwei feste Termine: Jährlich am 10. August findet die Messe zu San Lorenzo statt, am 13. Dezember die Messe zu Santa Lucia. In Ghivizzano Castello verband die Veranstaltung „Norcini a Castello“ am 21. September Gastronomie, Musik und lokale Tradition. So treten religiöse Termine und gemeinschaftliche Festkultur mit unterschiedlichen Schwerpunkten hervor.
Die Via Matildica del Volto Santo
Wenn Sie historische Orte und Pilgertraditionen gemeinsam betrachten möchten, bietet die Via Matildica del Volto Santo einen besonderen Bezugsrahmen. Sie führt von Piano di Coreglia weiter zur Burg von Ghivizzano und ist ein spiritueller Fernweg zu Fuß von Mantua nach Lucca. Der Ort steht damit sowohl in einer Verbindung zu Ghivizzano als auch im größeren Verlauf einer Strecke zwischen Mantua und Lucca.
Gipsfiguren und regionale Esskultur
In Coreglia vermittelt das Museum für Gipsfiguren und Auswanderung anhand einer umfangreichen Sammlung von Statuetten die lokale Tradition der Gipsfigurenherstellung. Zusammen mit den Kirchen, Burgen und Festen entsteht daraus ein facettenreicher Zugang zur Geschichte und zum Alltagsbezug der Region. Für Ihre Reiseplanung lassen sich dadurch sakrale Kunst, Befestigungsarchitektur, Handwerk, Pilgerweg und Gastronomie als unterschiedliche Interessen nebeneinander betrachten.
Weitere Orte derselben Destination sind Gromignana und Vitiana.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Coreglia Antelminelli.
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