Casciana: Geschichte und Wege in der Alta Garfagnana
Casciana liegt in der Alta Garfagnana auf 648 m Höhe. Für Sie zeigt sich der Ort vor allem in der Verbindung von Wegen, sakraler Architektur und Spuren einer langen Ortsgeschichte: Das Eingangstor ist ein erhaltenes Überbleibsel der früheren Mauern, ein Steinbogen markiert den früheren antiken Zugang zum historischen Ortskern, und der Glockenturm diente wahrscheinlich als Wachtturm.
Zwischen Höhenrücken und Lago di Gramolazzo
Eine Trekkingroute beginnt in Casciana und endet in Gramolazzo. Die Strecke über Verrucolette folgt einem Höhenrücken und führt anschließend zum Lago di Gramolazzo hinab. Mit etwa 7 km Länge und nur geringen Höhenunterschieden lässt sie sich als überschaubare Wanderetappe in Ihre Planung einordnen.
Die Mountainbike-Route Camporgiano – Casciana – Lago di Gramolazzo – Gorfigliano – Roggio – Camporgiano ist eine leichte Rundtour um Camporgiano über Wege und Forststraßen. Zu einem Trekkingprogramm gehörten außerdem eine geführte Besichtigung der Chiesa Vecchia und des Museo dell’Identità e della Memoria, Aktivitäten zu traditionellen Handwerken sowie ein Besuch im Park am See.
Kirche und Spuren des Ortes
Auch die Namens- und Schriftgeschichte reicht weit zurück. Der Ortsname Casciana hat möglicherweise römische Ursprünge und leitet sich von „Praedia Cassiana“ ab. Casciana wird außerdem in einem Pachtvertrag des Bischofs von Lucca, Corrado, aus dem Jahr 939 erwähnt. Vor 1565 wurden die Taufen von Casciana in der Kirche Santa Maria Assunta in Vitoio vollzogen.
Die Pfarrkirche San Tommaso Apostolo liegt an der Straße nach Cascianella. Der Bau des neuen Kirchengebäudes begann 1931; 1944 erhielt San Tommaso in Casciana den Titel einer Priorie. Im Innenraum besitzt die Kirche eine gewölbte, von dem Maler Vasco Cavani mit Fresken gestaltete Decke. Der Nebenaltar hat einen bearbeiteten und bemalten oberen Teil aus Holz, der aus dem Jahr 1627 stammt, und wurde aus der früheren Kirche übernommen.
Praktische Orientierung und lokale Bezüge
Von Casciana führt eine kleine Straße nach Norden in Richtung Piazza al Serchio und überquert den Serchio auf einer kleinen Brücke. Im MaMa gibt es eine Bar mit Möglichkeiten für Frühstück, Mahlzeiten oder Getränke; die Toiletten sind für alle zugänglich. Damit finden Sie im Ort neben den kulturgeschichtlichen Bezugspunkten auch einen konkreten Platz für eine Pause im Tagesverlauf.
Die Mela Casciana ist eine traditionelle Apfelsorte der Garfagnana. Sie hat eine rundlich-abgeflachte Form und eine rote Schale mit grün-gelben Streifen. Zusammen mit der Ortsgeschichte, der Kirche San Tommaso und den Wegen eröffnet Casciana mehrere Zugänge für Ihre Reiseplanung: Sie können den Ort zu Fuß, mit dem Mountainbike oder über seine Bau- und Erinnerungsspuren erkunden.
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