Rocchette zwischen Festungsmauern, Felsen und Wegen
Unterkünfte in Rocchette
Festungsort auf dem Fels
Rocchette di Fazio liegt auf einem felsigen Sporn über dem Fluss Albegna und galt wegen seiner strategischen Verteidigungslage als wichtige Festung. Die Steinhäuser stehen auf dem Kamm hoher Kalksteinfelsen über dem Albegna.
Rocchette di Fazio wurde 1216 erstmals als „castrum“ unter dem Namen Rocchetta erwähnt. Die Verteidigungsmauern entstanden im 13. Jahrhundert durch die Aldobrandeschi zum Schutz der alten Aldobrandeschi-Burg. Der sechseckige Mauerring besitzt zwei rundbogige Zugänge; einer davon heißt Porta del Castello.
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Foto: LigaDue via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Mauern, Türme und Rocca Aldobrandesca
Entlang der Mauern sind noch fünf Türme erhalten. Der höchste gehört zur Rocca Aldobrandesca, die im 15. Jahrhundert von Siena vollständig wiederaufgebaut wurde. Wer sich für die Entwicklung mittelalterlicher Orte und ihre sichtbaren baulichen Strukturen interessiert, findet hier mehrere Details auf engem thematischem Raum: Mauerring, Tore, Türme und Burganlage lassen sich als zusammenhängende historische Elemente betrachten.
Santa Cristina und lebendige Tradition
Auch die Sakralbauten tragen zur Geschichte von Rocchette bei. Über dem Portal der Pieve di Santa Cristina ist ein Templerkreuz sichtbar, während sich im oberen Teil der Fassade eine Rosette befindet. Die Kirche Santa Cristina besitzt Fresken aus dem Jahr 1400. Jeden April erneuert sich in Rocchette außerdem eine volkstümliche Tradition mit Wettbewerben im improvisierten Gesang, die mit dem Dichter Tribuno Tonini verbunden ist.
Wanderwege mit historischem Bezug
Der Sentiero del Parco ist ein mittelschwerer Spazierweg mit etwa 3 Kilometern Länge und etwa 200 Metern Höhenunterschied. Der Bellafreddi-Weg beginnt in Rocchette di Fazio und führt an einem Brunnen vorbei, den Leopold von Lothringen im 18. Jahrhundert restaurieren ließ.
Der Bellafreddi-Weg ist als mittelschwerer Rundweg mit ungefähr 3 Kilometern Länge und etwa 270 Metern Höhenunterschied angelegt. Zu seinem Verlauf gehört ein erhaltener Abschnitt des alten Straßenpflasters der Strada del Sale. Die Strecke ist rot markiert. Vom Pozzo Diavolo kann man entlang des Albegna den Zugang zum Sentiero del Parco erreichen und so einen größeren Rundweg bilden. Damit lassen sich historische Wegspuren und die Landschaft am Fluss in einer längeren Wanderung verbinden.
Radroute und weite Ausblicke
Auch für Gravel- und MTB-Fahrräder gibt es einen konkreten Anknüpfungspunkt: Eine etwa 40 Kilometer lange Route erreicht Rocchette di Fazio nach einem etwa drei Kilometer langen Anstieg. Von der Rocca Aldobrandesca reicht der Blick bei klarer Sicht vom Monte Amiata bis zum Argentario.
Berge, Ruinen und historische Orte im Umfeld
In der Umgebung von Rocchette liegen mehrere Berge: Monte Faete, Poggio Brunorio, Poggi Alti und Monte Labbro. Ebenfalls in der Umgebung befindet sich das Castello di Cotone, eine Ruine. Im weiteren regionalen Umfeld von Rocchette liegen Vitozza, eine antike Stätte, San Bruzio, eine Ruine, sowie die Abbazia di San Salvatore, ein Kloster. Diese unterschiedlichen Ortskategorien – Berg, Ruine, antike Stätte und Kloster – erweitern den historischen und landschaftlichen Bezugsrahmen rund um Rocchette.
Weitere Reiseziele
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung finden Sie hier: Civitella-Paganico, Monte Argentario, Santa Fiora, Roccastrada, Grotte Cavalieri, Montieri, Le Rocchette, Suvereto.
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