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Boccheggiano: Bergbaugeschichte, Ortskern und Kastanientradition

Unterkünfte in Boccheggiano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Boccheggiano zwischen Erzgeschichte und mittelalterlichem Ortskern

Boccheggiano lässt sich über mehrere eng verbundene Themen entdecken: historische Bergbauspuren, mittelalterliche Architektur, Landschaft und lokale Kastanientraditionen. Zur Bergbaugeschichte von Boccheggiano gehört die Gewinnung von Pyrit, die nach der Aufgabe des Kupferbergbaus begann. Damit reicht der Blick auf den Ort von den sichtbaren Gassen und Bauwerken bis zur Geschichte seiner Erzverarbeitung.

File:Boccheggiano dal Poggio di Montieri.jpg File:Boccheggiano dal Poggio di Montieri.jpg Foto: Stef72 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Eine konkrete Station dieser Geschichte ist die Miniera di Campiano. Sie war eine der Pyritminen in Boccheggiano und wurde 1994 geschlossen.

Kirche, Stadttore und Befestigungsreste

Die Chiesa di San Sebastiano führt in eine ältere Zeitschicht zurück: Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert. An ihrer Fassade bewahrt das Travertinportal das Wappen der Salimbeni. Im Inneren befindet sich eine barocke Marmorstatue des heiligen Sebastian, die der florentinische Bildhauer Bartolomeo Cennini 1650 schuf. Architektur, Material und Kunstwerk stehen hier unmittelbar nebeneinander.

Auch der historische Ortskern von Boccheggiano eignet sich für die Beschäftigung mit der Ortsgeschichte. Sie finden dort mittelalterliche Gassen sowie die Überreste einer antiken Burg und von Verteidigungsmauern. Noch sichtbar sind außerdem die Überreste von zwei Türmen der historischen Befestigungsanlagen. Die Porta della Torricella ist als eines der historischen Stadttore von Boccheggiano noch sichtbar.

Le Roste und die Colline Metallifere

Eine andere Facette zeigt Le Roste. Der Ort ist ein Geosit, der durch die relativ junge Verarbeitung minderwertigen Kupfererzes mit weniger als 4 % Kupfersulfaten entstanden ist. Le Roste sind rote Badlands am Fluss Merse; nahe der Brücke zwischen Montieri und Boccheggiano sind sie zu sehen. Wichtig für Ihre Planung: Der Zugang zu Le Roste ist verboten. Betreten werden kann der Ort nur im Rahmen einer vom Comune di Montieri in Zusammenarbeit mit dem Parco delle Colline Metallifere organisierten Führung.

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Von Boccheggiano aus bietet sich ein Blick auf die Colline Metallifere und die umliegenden Wälder. Auch die frühere Initiative Asd Wild Trail entstand in Boccheggiano, um Mountainbike-Ausflüge auf Wegen zu fördern, die einst von Bergleuten genutzt wurden. Für Radinteressierte entsteht daraus ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Bergbaugeschichte und Landschaft, ohne dass damit eine heutige Nutzbarkeit dieser Wege behauptet wird.

Kastanien und regionale Alltagstradition

Zur lokalen Prägung gehört außerdem die Kastanie. Die traditionelle Trocknung von Kastanien in alten sogenannten „seccatoi“ wird in der Umgebung von Boccheggiano weiterhin praktiziert. Solche traditionellen Kastanientrockenschuppen sind zweigeschossige, quadratische oder rechteckige Gebäude aus lokalem Stein oder Ziegeln; im unteren Geschoss wird der Trockenprozess durch ein Feuer beheizt. Kastanienmehl wird für Kuchen, Kekse, Brot, Liköre und weitere Produkte verwendet.

Bei der Wahl eines Hotels können Sie daher vorab festlegen, welcher Schwerpunkt Ihre Reise bestimmen soll: historische Bauwerke und der Ortskern, die Landschaft der Colline Metallifere oder die Kastanientradition der Umgebung. Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Travale und Gerfalco ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montieri.

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