Sesto Fiorentino zwischen Villengärten, Etruskern und Feuchtgebieten
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Foto: Emabarto01 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Sesto Fiorentino lässt sich über sehr unterschiedliche Orte erschließen: über historische Villen und Gärten, sakrale Kunst, etruskische Grabdenkmäler, Keramiksammlungen und renaturierte Feuchtgebiete. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich dadurch verschiedene Schwerpunkte, die Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft und bei der Zusammenstellung Ihrer Besichtigungen berücksichtigen können.
Villengärten, Keramik und sakrale Kunst
Der Garten der Villa Guicciardini Corsi Salviati bewahrt stilistische Schichten und Veränderungen aus mehr als drei Jahrhunderten seit 1500. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts beauftragten Giovanni und Lorenzo Corsi Gherardo Silvani und Baccio del Bianco mit Arbeiten an der Villa Guicciardini Corsi Salviati und ihrem Garten. Ihre bis heute überlieferten, restaurierten Formen erhielten Villa und Garten durch eine umfassende Umgestaltung etwa zwischen 1708 und 1750.
Auch die Villa Gerini verbindet historische Tiefe mit einer ausgeprägten Gartenlandschaft. Sie ist seit dem 14. Jahrhundert als außerstädtische Residenz dokumentiert. Der Park aus dem 19. Jahrhundert umfasst einen von Wegen durchzogenen Steineichenhain. In seinem künstlichen See liegen zwei Inseln; auf einer befindet sich ein Pavillon, der als Teesalon vorgesehen ist.
Die Chiesa di San Romolo in Colonnata bewahrt zahlreiche Porzellanausstattungen. In der Chiesa di Santa Maria e San Jacopo in Querceto befindet sich ein Altar aus marmorierter Terrakotta, den die Manifattura Ginori zwischen dem späten 18. und dem frühen 19. Jahrhundert schuf. Das Museo Ginori ergänzt diesen Schwerpunkt mit fast 10.000 Porzellan- und Majolikaobjekten aus dem Zeitraum von 1737 bis 1990. Im Archivio della Ceramica Sestese werden außerdem Tausende von Keramikobjekten, Modellen, Gipsformen, Skizzen und historischen Fotografien bewahrt.
Etruskische Zeugnisse und historische Schauplätze
Die Tomba della Montagnola zählt zu den bedeutendsten etruskischen Grabdenkmälern Mittelitaliens. Für dieses Grabmonument stehen ein virtueller Rundgang sowie Besichtigungen des Außen- und Innenbereichs zur Verfügung. Die Tomba della Mula ist ein bemerkenswertes Beispiel etruskischer Architektur aus der orientalisierenden Periode. Besonders ist ihr Fehlen eines zentralen Pfeilers. Errichtet wurde sie in den mittleren Jahren der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. als Grabmonument einer außerordentlich wohlhabenden Fürstenfamilie.
Weitere historische Akzente setzen die Pieve di San Martino und der Palazzo Pretorio. Die Pieve bewahrt ein geformtes Holzkreuz, das Agnolo Gaddi um 1390 malte. Während der Florentinischen Republik war der Palazzo Pretorio der Sitz des Podestà von Sesto.
Monte Morello und renaturierte Feuchtgebiete
Monte Morello umfasst auf dem Gebiet von Sesto Fiorentino etwa 1.700 Hektar und besitzt eine erhebliche landschaftliche und ökologische Bedeutung. Einen anderen Landschaftstyp bildet der etwa 50 Hektar große Parco della Piana. Das Schutzgebiet wurde zur Wiederherstellung eines früheren Feuchtökosystems eingerichtet und liegt an einer bedeutenden Zugroute, die von Kranichen, Flamingos und Wildgänsen genutzt wird.
In der Oasi WWF Val di Rose gehören ein Seebecken, zahlreiche Sumpfgebiete, Feuchtwiesen sowie von Bäumen und Sträuchern geprägte Lebensräume zum renaturierten Gebiet. Diese Bereiche wurden zur Erhaltung von Flora und Fauna wiederhergestellt. Ein Besucherweg führt durch den historischen Kern der Oasi und durch den neueren, renaturierten Bereich.
Theater und Orientierung vor Ort
Das Teatro Limonaia befindet sich in der ehemaligen Orangerie der Villa Corsi Salviati Guicciardini. Seit 2013 ist es Sitz der von der Region Toskana anerkannten theatralischen Residenza Multipla. Für die Anreise nach Sesto Fiorentino wird der Bahnhof von der Bahnlinie Pistoia–Viareggio bedient. Zusätzlich fährt die Buslinie 64 vom Bahnhof Sesto Fiorentino bis zur Endhaltestelle. Diese beiden Verkehrspunkte können Sie bei der Planung Ihrer Unterkunft und Ihrer Wege getrennt einbeziehen.
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