Faltona zwischen Pieve, Kunst und historischen Wegen

File:Faltona facciat.jpg File:Faltona facciat.jpg Foto: Vignaccia76 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Faltona verbindet die Baugeschichte des Pieve di Santa Felicita, archäologisches Interesse im Faltona-Tal und mehrere historisch oder sportlich geprägte Routenbezüge. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, das sich nicht auf eine einzige Sehenswürdigkeit reduzieren lässt: Kulturgeschichte, Landschaft und die Einordnung in eine individuelle Italienreise greifen hier ineinander.

Der Pieve di Santa Felicita und seine Geschichte

Der Pieve di Santa Felicita a Faltona ist seit 1016 unter dem Ortsnamen Larciano nachweisbar. Im Jahr 1305 bestand am Pieve eine Gemeinschaft von Kanonikern, der unter anderem Neri, der Bruder des Sant'Andrea Corsini, angehörte. An den Pieve ist ein hoher Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert angegliedert. Diese zeitlichen Bezüge geben Faltona ein klar erkennbares sakrales und mittelalterliches Profil, das sich gut für eine Reise mit historischem Schwerpunkt einordnen lässt.

Kapellen, Fenster und Keramiken

Auch die Details der sakralen Ausstattung führen durch unterschiedliche Epochen. In der rechten Kapelle der SS. Annunziata am Pieve di Santa Felicita a Faltona befand sich ein Glasfenster mit der Darstellung der Santa Felicita und ihrer sieben Kinder; das Fenster befindet sich nicht mehr vor Ort. Das Oratorio della Compagnia della SS. Annunziata auf der linken Seite der Fassade des Pieve di Santa Felicita a Faltona wurde 1730 errichtet oder umgebaut. In der Rosenkranzkapelle des Pieve di Santa Felicita a Larciano in Faltona befinden sich Keramiken. In der Umgebung von Faltona bewahrt das Museo d'Arte Sacra Beato Angelico außerdem ein Glasfenster aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das ursprünglich am Fenster der Apsiszone des Pieve di Faltona angebracht war.

Faltona-Tal und archäologisches Interesse

Der historische Blick reicht über die Kirche hinaus in die Landschaft. In La Ruzza im Faltona-Tal wurde bereits 1929 der Fund neolithischen Materials gemeldet. Außerdem gehört ein Gebiet in der Ortschaft Faltona der Gemeinde Borgo San Lorenzo gemäß Artikel 142 Buchstabe m des Gesetzesdekrets 42/2004 zu den archäologischen Interessengebieten Italiens. Damit treten neben Architektur und sakraler Kunst auch frühe Spuren menschlicher Geschichte als eigenständiger Aspekt des Ortes hervor.

Historische Wege und Radrouten

Faltona lässt sich zudem über seine Verbindungen im Wegenetz betrachten. Das Tal des Torrente Faltona wurde bereits in der republikanischen Römerzeit von einer Straße durchquert, die Faventia (Faenza) mit Florentia und Faesulae verband. Die Via Faentina führt auf ihrem Abstieg in Richtung Mugello durch Faltona und berührt dort den romanischen Pieve di Santa Felicita. Für Radinteressierte ist Faltona mit der Radroutenbeschreibung „Vetta Le Croci (Olmo)“ verbunden: Sie führt von Serravalle weiter nach Faltona und anschließend nach Polcanto.

Faltona für Ihre Reise einordnen

Wenn Sie ein Hotel für Ihre Italienreise auswählen, können Sie Faltona nach dem gewünschten Schwerpunkt beurteilen. Die Pieve-Anlage, ihre Kapellen, der Glockenturm und die Kunstwerke sprechen Reisende an, die sakrale Architektur und historische Zusammenhänge vertiefen möchten. Das Faltona-Tal, La Ruzza und die archäologische Einordnung ergänzen diesen Blick um Landschaft und frühe Geschichte. Wer Routen in den Mittelpunkt stellt, findet mit dem historischen Talverlauf, der Via Faentina und dieser Radroute weitere Themen für die persönliche Reiseplanung.

Weitere Orte zur Orientierung

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