Falcigiano entdecken: Wasserläufe, Fresko und Wanderlandschaft

Falcigiano entwickelte sich auf sanften Erhebungen im Bereich von Schwemmlandterrassen. Diese Geländeform steht für einen Ortsraum mit leicht ansteigendem Relief und abgelagerten Sedimenten. In der Umgebung von Falcigiano befinden sich die Berge Monte Fungaia, Piano di Colcelle, Monte Todo Pulito und Poggio Vicuccio. Für Sie ergibt sich damit ein Landschaftsbild, in dem der Entwicklungsraum des Ortes und mehrere Berge im Umfeld zusammengehören.

Wasser und Mühlengeschichte

Am Fiume Tevere gilt im betreffenden Gebiet ein 150 Meter breiter Schutzstreifen am Uferdamm. Außerdem gehört Falcigiano zu den Ortschaften der Z.R.S. Tail Water Tevere. Der Tevere ist damit sowohl über den Schutzstreifen als auch über die Zugehörigkeit Falcigianos zu dieser Bezeichnung mit dem Ort verbunden.

Bei Falcigiano diente ein Kanal der Bewässerung der Felder und zum Antrieb der Mühlsteine mehrerer entlang seines Verlaufs errichteter Wassermühlen. Der Mulino del Tevere lag nahe der Mündung dieses Kanals in den Tevere. Der Mulino di Manano war auch unter dem Namen Mulino ai Calabresi bekannt. Die Wasserbezüge reichen damit von der Bewässerung der Felder über den Antrieb der Mühlsteine bis zur Lage des Mulino del Tevere nahe der Flussmündung.

Fresko und regionale Kultur

Das Fresko „Madonna in trono col Bambino tra s. Antonio abate e s. Giovanni evangelista“ wurde in den 1430er-Jahren in einem alten Gebäude in der Fraktion Falcigiano von Santa Fiora im Gebiet von Sansepolcro gefunden. Neuere Archivstudien lassen Antonio d’Anghiari aus dem 15. Jahrhundert, den ersten Lehrer von Piero della Francesca, als Urheber des Freskos vermuten. Der Titel, der Fundort und die mögliche Urheberschaft verbinden das Werk mit mehreren Schichten der Kunst- und Ortsgeschichte, ohne die Zuschreibung als gesichert auszugeben.

Im weiteren regionalen Umfeld von Falcigiano befinden sich der Palast Vitelli in Saint Giacomo, das Museo Diocesano Di Citta' Di Castello, der Palazzo dei Priori und das Museo del Duomo.

Wandern und historische Spuren

Für Wandernde ist die 7. Etappe der Wanderung von Caprese Michelangelo nach Sansepolcro besonders klar gefasst: Sie ist als schwierig eingestuft, 26,2 km lang und führt durch Falcigiano. Wenn Sie diese Etappe einplanen, gehören ihre Schwierigkeit und die vollständige Streckenlänge zu den wichtigen Punkten Ihrer persönlichen Vorbereitung. Außerdem führt eine Wanderroute nach Sansepolcro durch bewohnte Orte, darunter Falcigiano. Der Ort ist damit Teil einer anspruchsvoll eingestuften Etappe und zugleich einer Route, die bewohnte Orte einbezieht.

Am östlichen Rand des betreffenden Gebiets ist von der historischen Böschung der ehemaligen Bahnstrecke Arezzo–Sansepolcro nur ein Widerlager der zugehörigen Brücke erhalten. Für Ihre Reiseplanung entsteht so ein Ort, dessen Themen von Schwemmlandterrassen und Bergen über Kanäle und Mühlen bis zu Fresko, Museen, Wanderwegen und einer ehemaligen Bahnstrecke reichen.

Weitere Orte

Strada, Oliveto, Montevarchi, Monte San Savino, Manzi, Padonchia, Pierle und Caprese Michelangelo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.

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