Cetica zwischen Dorfgeschichte, Kirchenkunst und Landschaft

Cetica zwischen Siedlungsgruppen und Kulturlandschaft

Cetica besteht aus mehreren kleinen, verstreut liegenden Siedlungsgruppen entlang des oberen Laufs des Torrente Solano. Zum Landschaftsbild gehören Holzstapel und bewirtschaftete Terrassen. Für Sie zeigt sich der Ort damit nicht als einheitlicher Siedlungskern, sondern als Verbindung aus einzelnen Siedlungsgruppen und einer durch örtliche Nutzung geprägten Landschaft.

Handwerk und Alltagsgeschichte

Das Ecomuseum of the Charcoal Maker ist in der ehemaligen Dorfschule von Cetica untergebracht und liegt gegenüber der alten romanischen Kirche Sant'Angelo. Schon diese Verbindung führt zwei prägende Seiten des Ortes zusammen: die Geschichte des Dorflebens und die handwerkliche Arbeit mit Holz und Holzkohle.

Zum Grünbereich des Ecomuseums gehören rekonstruierte Köhlerhütten und eine Meilergrube, die zu Bildungs- und Demonstrationszwecken angelegt wurden. Im Molino del Balenajo kann man noch heute die örtliche Technik des Mahlens mit Stein kennenlernen. Bei der Scuola dei Nonni stehen Bewohner bereit, um ihre Geschichte zu erzählen, Vorführungen zu geben und aus ihrem eigenen Erleben zu berichten.

Kirchenkunst und historische Spuren

Die Kirche San Michele Arcangelo trägt auch den Namen San Angelo und hat vermutlich vallombrosanische Klosterursprünge und weist romanische Baumerkmale auf. In ihrem Inneren befindet sich eine Tafel mit einer Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert von Pesellino. Außerdem bewahrt die Kirche ein auf das Jahr 1357 datiertes Triptychon mit Madonna, Kind und Heiligen, das kürzlich der stilistischen Nachfolge von Taddeo Gaddi zugeschrieben wurde.

Auch das Castello di S. Angelo gehört zur Geschichte Ceticas. Es war einst der Hof der Grafen Guidi und wurde 1290 von den Florentinern auf dem Rückweg von einem Feldzug im Aretino-Gebiet zerstört. Für kulturinteressierte Besucher entsteht so ein thematischer Bogen von romanischen Baumerkmalen und sakraler Kunst bis zu den mittelalterlichen Machtverhältnissen des Ortes.

Feste, Musik und regionale Küche

Zu den festen Terminen des Ecomuseums gehört im Juli das Kartoffelfest, das auch den Namen Festa a Cetica trägt. Im August oder September folgt das Steinpilzfest. Eine andere lokale Tradition sind die I Vecchioni: Mit Gesängen, Sprüngen und Tänzen wird das neue Jahr begrüßt, begleitet von Akkordeon, Mandoline und Gitarre.

Die Patata Rossa di Cetica ist eng mit dem örtlichen Gebiet verbunden und eignet sich für traditionelle Gerichte wie Tortelli und Gnocchi. Die Feste und die regionale Spezialität ergänzen damit die handwerklichen Themen des Ecomuseums und des Molino del Balenajo um eine kulinarische Seite.

Wiesen, Wälder und Ausflüge

Bagno di Cetica liegt in einem kleinen Tal mit Naturwiesen zwischen den Buchen- und Kastaniengebieten. Von Bagno di Cetica aus erreicht man die ausgedehnten Gipfelwiesen des Pratomagno, die als Ziel für Ausflüge gelten. Zum thematischen Spektrum von Cetica gehören Kirchenkunst, Handwerk, lokale Feste und eine von Wäldern und Wiesen geprägte Umgebung.

Das Ecomuseum mit seinen rekonstruierten Köhlerhütten, die Scuola dei Nonni und der Molino del Balenajo stehen für anschauliche Ortsgeschichte. San Michele Arcangelo und das Castello di S. Angelo verweisen auf ältere religiöse und politische Spuren, während Pratomagno, Bagno di Cetica und die bewirtschafteten Terrassen den landschaftlichen Rahmen bilden.

Weitere Reiseziele: Santa Barbara, Castel San Niccolò, Ortignano Raggiolo, Corezzo, Cavriglia, Padonchia, Ronzano, Pratieghi

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.

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