Lombardi: Kultur- und Naturerlebnisse in der Vallarsa
Unterkünfte in Lombardi
Lombardi in der Vallarsa lässt sich aus zwei Perspektiven entdecken: über die Geschichte der Siedlungen und religiösen Traditionen sowie über Wege, Landschaften und saisonale Erlebnisse.
Historische Spuren und lokale Kultur
Lombardi gehört zu den kartierten historischen Siedlungen der Gemeinde Vallarsa. Für das Jahr 2019 ist in Lombardi außerdem ein landwirtschaftlich-viehwirtschaftlich genutztes Gebäude festgehalten.
In der Fraktion Arlanch der Vallarsa liegt die Mulino di Arlanch. Sie ist die am besten erhaltene und einzige noch funktionierende Mühle des Tals. Einen breiteren historischen Blick bietet das Museo di Storia e Cultura Locale. Dort befinden sich historische Karten und geografische Darstellungen des historischen Tirols und des zimbrischen Gebiets mit den Valli del Leno. Hinzu kommen historische Drucke, Bilder und Fotografien sowie Zeugnisse der zimbrischen Kultur, Sprache und Toponymie. Für Sie entsteht dadurch ein Zugang zu Landschaft, Geschichte und regionaler Identität, der über einzelne Sehenswürdigkeiten hinausgeht.
Glocken, Wallfahrt und Erinnerung
Lombardi gehört zu den Fraktionen von Vallarsa, in denen das Glockenkonzert „Tintinnabula“ erklingt. Das Glockenkonzert lässt sich für den Juli seit 2011 zurückverfolgen und ist mit Wallfahrten durch die 42 Fraktionen von Vallarsa zur Feier der Widmung der Gemeinschaft an die Heiligsten Herzen Jesu und Mariens verbunden. Wer sich für religiöse Traditionen und die Geschichte kleiner Orte interessiert, kann Lombardi daher auch im Zusammenhang mit diesem gemeinschaftlichen Ereignis betrachten.
Historisch gehörte Lombardi zum kirchlichen Zuständigkeitsbereich der neu eingerichteten Pfarrei. Ebenso wurden die Verstorbenen aus Lombardi historisch auf dem Friedhof S. Tomaso bei der Brücke in Rovereto beigesetzt. Beide Hinweise gehören zur Erinnerungsgeschichte des Ortes und machen sichtbar, wie Lombardi mit den kirchlichen und sozialen Strukturen der Vallarsa verbunden war.
Landschaft und Wege durch die Vallarsa
Ein wichtiger Naturraum ist die Alpe di Campogrosso. Sie gehört sowohl zum besonderen Erhaltungsgebiet (ZSC) IT3120172 „Monti Lessini – Piccole Dolomiti“ als auch zum Vogelschutzgebiet (ZPS) IT3120099 „Piccole Dolomiti“; beide Gebiete sind Teil des Natura-2000-Netzes. Auf der Alpe di Campogrosso befinden sich außerdem die drei großen Malga-Komplexe Malga Bovetal, Malga Prà di Mezzo und Malga Fondi Campogrosso. Sie bieten Besuchern und Alpinisten Verpflegung.
Für längere Wege durch die Vallarsa steht das 40 Kilometer lange Wegenetz „Sentiero delle Frazioni“. Es verbindet 30 der 42 Fraktionen der Vallarsa. Der „Giro delle Malghe“ ist dagegen ein sehr einfacher Weg in der oberen Vallarsa am Fuß des Monte Cornetto und des Baffelan. Diese unterschiedlichen Angaben helfen Ihnen, zwischen einer ausgedehnteren Verbindung mehrerer Fraktionen und einem ausdrücklich sehr einfachen Weg zu unterscheiden.
Sommerliche und winterliche Erlebnisse
Beim Canyoning in der „Ciama“ endet der Abstieg mit einem Bad im Lago della Busa. Entlang des Leno gibt es Kneipp-Punkte und Barfußpfade. Damit reicht das Spektrum von einer bewegungsintensiven Aktivität bis zu ruhigeren Angeboten am Wasser. Für die kalte Jahreszeit kann der „Giro delle Malghe“ mit Schneeschuhen oder Skiern begangen werden.
Als weitere Wintermöglichkeiten gelten die Schneeschuhrouten vom Passo Pian delle Fugazze zum Passo Campogrosso sowie von Giazzera zum Rifugio Lancia. Sie gelten als regelmäßig gespurt, leicht und aussichtsreich. Je nach gewünschtem Rhythmus können Sie Lombardi und die Vallarsa damit über Kultur, kurze Wege, längere Verbindungen oder winterliche Landschaftserlebnisse erschließen.
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