Verschneid entdecken: Wege, Natur und Geschichte

File:Frassineto, chiesa dei Santi Biagio e Silvestro 04.jpg File:Frassineto, chiesa dei Santi Biagio e Silvestro 04.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Verschneid zwischen Wegen, Natur und Geschichte

Verschneid verbindet Wanderungen durch Wiesen und Lärchenwälder mit kleinen Familienerlebnissen und kulturgeschichtlichen Stationen. Zu den Zielen gehören der Köfele-Weg mit seinen Spiel-, Kletter- und Ruhebereichen sowie der geschützte Tschaufer Weiher. Dazu kommen Wege in Richtung Salten, nach Frassineto, Versein und Mölten.

Wanderwege mit verschiedenen Schwerpunkten

Für die Wanderung zum Gschnoferstall beginnen Sie am Parkplatz Gastrein oberhalb von Verschneid. Der Weg Nr. 12 führt über die weiten Wiesen des Salten-Hochplateaus, die von Lärchenwäldern gesäumt werden, und erreicht die Hütte in etwa einer Stunde. Im Gschnoferstall werden typische Südtiroler Speisen zum Probieren angeboten. Eine weitere Wanderung führt von Frassineto durch die bekannten Lärchenwiesen zum Gschnofer Stall, einer der Schutzhütten auf dem Salten. Von Frassineto aus sind außerdem mehrere Almen, Schutzhütten und umliegende Dörfer zu Fuß erreichbar.

Auch die Verbindung zwischen Mölten und Verschneid lässt sich zu Fuß erleben: Die Wanderung verläuft auf einer Forststraße durch Wald und Wiesen. Von Verschneid können Sie anschließend mit dem Bus Nr. 204 nach Mölten zurückfahren. Hinter Frassineto erhebt sich der Salten als 1.345 Meter hohes Hochplateau. Dort sind zahlreiche Winterwanderungen im Schnee möglich.

Der Mühlrad-Weg führt zum Mühlrad zwischen Verschneid und Versein. Am Weg gibt es einen kleinen Spielplatz, der eine Grabungsstätte darstellen soll. Der Köfele-Weg ist ein Familienerlebnis mit verschiedenen Stationen zum Spielen, Klettern und Entspannen.

Naturraum und historische Spuren

Der Tschaufer Weiher war früher ein künstlich angelegter Fischweiher und steht heute unter Naturschutz. Er ist über das Dorfzentrum von Verschneid oder den Parkplatz Proher zugänglich. Für die Anfahrt zum Tschaufen von Terlan führt der Weg über Verschneid. Nach der Brücke kann das Auto vor der Schranke geparkt werden; anschließend sind etwa 40 Minuten zu Fuß bis zum Tschaufenhaus zurückzulegen.

Im Mittelalter war Tschaufen das Jagdhaus der Herren von Maultasch. Hinter dem Haus von Tschaufen wurde ein Hügelgrab aus der Völkerwanderungszeit zwischen 300 und 500 n. Chr. entdeckt. Bei Versein steht das Kirchlein von St. Georgen auf einer geschichtsträchtigen Anhöhe.

Frassineto und die Kirche San Biagio

Im Zentrum von Frassineto steht die Kirche San Biagio (St. Blasius). Sie enthält das ausdrucksstarke barocke Fresko „Das Gastmahl des reichen Epulon“ aus dem Jahr 1621. Die Kirche wurde erstmals im Jahr 1325 urkundlich erwähnt. Der Überlieferung zufolge wird dort jedes Jahr am 3. Februar der Blasiussegen erteilt.

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