Mölten: Wandern, Kirchen und der Salten
Unterkünfte in Mölten
Wenn Sie für einen Urlaub in Mölten Natur, regionale Geschichte und entschleunigte Tage verbinden möchten, bietet der Ort eine ungewöhnlich vielseitige Grundlage. Ein Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E5 führt über den Tschögglberg durch Mölten und verbindet auf rund 2.000 Metern Höhe Hafling, Vöran, Mölten und Jenesien. Der zwischen Mölten und Jenesien gelegene Salten gilt als Europas höchstes Lärchenhochplateau.
Höhenwege, Lärchenhaine und Dolomitenblicke
In Mölten gibt es zahlreiche gut markierte Wanderwege, aussichtsreiche Höhenwege und sanfte Gipfeltouren. Auf dem Salten sind Wanderungen und Biketouren in einer Landschaft mit gemäßigten Steigungen möglich; mit dem Fahrrad lässt sich das Plateau durch Lärchenhaine erkunden. Vom Wetterkreuz am Möltner Joch bietet sich ein 360-Grad-Bergpanorama, während die Stoanernen Mandln einen Bergblick über die Dolomiten eröffnen.
Auch Reitausflüge gehören zum möglichen Urlaubserlebnis. Die Landschaft rund um Mölten mit Almen, Lärchenwiesen und Dolomitenpanorama eignet sich für ausgedehnte Ausritte auf Haflingern. Mölten und der Tschögglberg gelten als Ursprung der goldblonden, gutmütigen Haflinger Pferde. Damit treffen Landschaft und regionale Identität in einem besonders anschaulichen Thema zusammen.
Kirchen und Geschichte rund um Mölten
Die kirchliche Geschichte reicht weit zurück: In der Pfarrei Mölten gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert eine Pfarrkirche und sechs Filialkirchen. Auf der Langfenn steht die romanische Kirche St. Jakob am höchsten Punkt des Plateaus Salten auf 1.525 Metern; sie befindet sich auf prähistorischem Boden. Auf ihrem Altar sind der heilige Jakob, Rochus und Sebastian dargestellt. Die romanische Kirche St. Anna ist die Friedhofskirche und möglicherweise ebenso alt wie die Pfarrkirche. Ihr Holzaltar beherbergt eine steinerne Pietà aus dem Jahr 1440.
Weitere Sakralbauten setzen unterschiedliche historische Akzente. Der Turm der Kirche St. Blasius ist romanisch; die Kirche wurde um das Jahr 1500 erweitert und gotisiert. In ihr befindet sich ein barockes Fresko aus dem Jahr 1621 mit dem Titel „Vom Gastmahl des reichen Prassers“. Zum Patrozinium der Kirche St. Blasius in Verschneid gehört am 3. Februar die Austeilung des Blasiussegens. Die Kapelle St. Valentin in Schlaneid wurde 1769 auf Wunsch der Bevölkerung in schlichtem Barockstil erbaut. Unterhalb von Schlaneid liegen im Wald Valteswald die Ruinen der alten St.-Valentin-Kirche.
Auch die Kirche St. Georgen nahe Versein steht auf einer historisch bedeutsamen Hochfläche. Zahlreiche Funde aus der Bronzezeit belegen dort eine prähistorische Besiedlung. Der geschnitzte gotische Altar der Kirche St. Georgen ist mit Statuen des heiligen Georg, des heiligen Oswald und des heiligen Leonhard geschmückt. Den Schlüssel für die Kirche St. Georgen können Sie auf dem benachbarten Hof anfragen. Eine Gerichtsschrift aus dem Jahr 1540 belegt, dass an den Stoanernen Mandln Hexentänze und Teufelsfeiern zelebriert wurden.
Fossilien und Südtiroler Sekt
Das Fossilienmuseum Fossilia zeigt Fossilien, die in der Umgebung von Mölten gefunden wurden, und veranschaulicht geologische Prozesse, die sich über Millionen von Jahren ereignet haben. Fossilia ist als Outdoor-Museum konzipiert und kann mit erklärenden Texten sowie einer Hörstation selbstständig erkundet werden. Das macht den Museumsbesuch zu einer eigenständigen Möglichkeit, die geologische Vergangenheit der Umgebung in Ihrem eigenen Tempo zu betrachten.
Eine weitere lokale Besonderheit ist ARUNDA. Die Herstellung von Südtiroler Sekt durch ARUNDA im Dorfkern von Mölten lässt sich bis 1979 zurückverfolgen. Führungen durch die Sektkellerei Arunda mit Verkostung finden mittwochs und donnerstags um 10.30 Uhr statt; eine Anmeldung ist erforderlich. So ergänzt die Sektkultur die Wander- und Geschichtsthemen um einen kulinarischen Einblick in den Ort.
Orientierung für Ihre Tage in Mölten
Von der Ortsmitte von Mölten erreichen Wanderer die Kirche St. Ulrich in Gschleier über die Wanderwege 13 und 15B. Die Kirche bietet Wanderern einen schönen Blick auf die umliegenden Berge. Für einen Ortswechsel bringt die Seilbahn Mölten Fahrgäste in vier Minuten von Mölten ins Etschtal hinunter. Ein Hotel in Mölten kann für Sie daher besonders interessant sein, wenn Sie Wandern, Bergblicke, Kirchen, geologische Geschichte und regionale Genusskultur in einer Reise verbinden möchten.
Weitere Ziele zum Vergleichen
Wenn Sie neben Mölten auch andere Orte für Ihre Reiseplanung betrachten möchten, finden Sie hier weitere Ziele: Kastelruth, St. Christina In Gröden, Ritten, Karersee, Tiers, Jenesien, St. Ulrich In Gröden und Sarntal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salten-Schlern.