Tre Croci zwischen Geschichte und Natur

File:Monte delle Tre Croci - Scandiano, Reggio Emilia, Italy - January 31, 2010 01.jpg File:Monte delle Tre Croci - Scandiano, Reggio Emilia, Italy - January 31, 2010 01.jpg Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Tre Croci: historische Schauplätze und leichte Wege

Der Colle Tre Croci ist 523 Meter hoch und trug früher den Namen Giubino. Schon der Name verweist auf die wechselvolle Geschichte dieses Ortes, während die Wege an den Hängen und über die kleinen Berge eine andere Seite von Tre Croci zeigen.

Kirche, Heiligtum und religiöse Tradition

Auf dem Colle Tre Croci wurde die ursprüngliche Kapelle im 18. Jahrhundert durch eine kleine Kirche ersetzt. Ihre Überreste sind noch sichtbar. Die ersten urkundlichen Belege für die Existenz der Kirche des Santuario di Maria SS. di Giubino stammen aus dem Jahr 1495. Damit reicht die dokumentierte Geschichte des Heiligtums weit zurück und gibt dem Ort einen klaren kulturellen Bezug.

Das Santuario di Maria SS. di Giubino steht am Nordhang des Colle Tre Croci auf einer Hochebene gegenüber den Ruinen des antiken Segesta. Anfang Juli wird das Bildnis von Maria SS. di Giubino jedes Jahr in einer Prozession getragen; am darauffolgenden Sonntag wird das Fest von Maria SS. di Giubino gefeiert. Wer religiöse Traditionen und historische Landschaften schätzt, findet hier einen konkreten Anlass, Tre Croci in diesem Zeitraum besonders aufmerksam zu erleben.

Am Morgen des 16. Mai 1860 nutzte Giuseppe Garibaldi Tre Croci, um das umliegende Gebiet zu überblicken und sich ein Bild vom Weg nach Palermo zu machen. Auf dem Gipfel von Tre Croci erinnert ein großer Stein, den Bürger 1909 aufstellten, an den Ort, von dem aus Giuseppe Garibaldi die Umgebung beobachtete. Beide Bezüge geben dem Gelände eine greifbare historische Dimension, ohne dass der Ort auf eine einzelne Epoche reduziert werden muss.

Naturweg am Monte Tre Croci

Der Außerortsweg zum Biotop Angimbè beginnt an der nördlichen Umgehungsstraße von Calatafimi-Segesta und verläuft auf einem unbefestigten Weg halbhoch an den Hängen des Monte Tre Croci entlang. Der Weg bietet weite Ausblicke auf den Monte Bonifato di Alcamo, auf das sich in Richtung Gibellina und Camporeale absenkende Tal sowie auf die Korkeichenbestände von Angimbè. So stehen beim Gehen nicht nur die Strecke, sondern auch unterschiedliche Landschaftsräume im Mittelpunkt.

Der kleine Pass zwischen den beiden Gipfeln von Monte Tre Croci und Roccazzedda ist mit dem Auto erreichbar. Anschließend muss das Fahrzeug abgestellt und der Weg zu Fuß fortgesetzt werden. Der Naturweg kann vollständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Er führt über die beiden kleinen Berge nördlich von Calatafimi-Segesta, ist kurz, sehr leicht zu Fuß begehbar und weist keine übermäßigen Steigungen auf.

Bei Kilometer 4,0 zweigt ein Weg zu einem Forstturm ab, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist.

Tre Croci als Reiseinteresse

Tre Croci richtet sich damit an unterschiedliche Interessen: an Besucher, die sich für kirchliche Geschichte und historische Erinnerungsorte interessieren, ebenso wie an Reisende, die einen kurzen, leicht begehbaren Naturweg bevorzugen. Die Verbindung aus dem Santuario di Maria SS. di Giubino, den Spuren der früheren Kapelle, dem Garibaldi-Erinnerungsstein und den Wegen am Monte Tre Croci macht den Ort zu einem Ziel, das sich in einem individuellen Reisetag mit ruhigem Tempo erkunden lässt.

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