Palazzo Adriano zwischen Film, Kirchen und Natur
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Foto: trolvag via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Geschichte, Riten und Filmkultur
Palazzo Adriano verbindet eine historische Ortsstruktur mit Filmkultur, religiösen Traditionen und Landschaften, die Sie auf unterschiedlichen Wegen entdecken können. Die städtebauliche Struktur geht auf die Wiederbesiedlung im 15. Jahrhundert durch eine albanische Militärkolonie zurück. Über die Jahrhunderte lebten hier eine albanische Gemeinschaft mit griechisch-byzantinischem Ritus und eine römische Gemeinschaft mit lateinischem Ritus zusammen.
Auf dem Colle di San Nicola steht das Castello Borbonico. Es wurde etwa im 18. Jahrhundert um einen Turm aus der Zeit Friedrichs II. errichtet, der ungefähr auf das Jahr 1230 datiert wird. In den ehemaligen Stallungen des Castello befindet sich das Museo Real Casina in der Via Salita Real Casina.
Das Santuario Maria SS. delle Grazie ist eine griechisch-byzantinische Kirche auf einem Hügel etwa einen Kilometer von Palazzo Adriano entfernt. Das heutige Gebäude wurde vor 1566 errichtet; 1550 war dort eine einfache ländliche Kapelle. Die Chiesa Santa Maria del Lume wurde ab 1740 erbaut und folgt dem lateinischen Ritus.
Das Museo del Cinema „Nuovo Cinema Paradiso“ zeigt Erinnerungsstücke und Originalfotografien von den Dreharbeiten und aus dem Backstage-Bereich des Oscar-prämierten Films „Nuovo Cinema Paradiso“.
Natur und Wege
Die Riserva Naturale Monti di Palazzo Adriano e Valle del Sosio umfasst auch Palazzo Adriano. Zu ihren Landschaften gehören reife Misch-Eichenwälder, artenreiche Wiesen mit endemischen Arten, das Flusssystem des Sosio und spezialisierte Vegetation an senkrechten Felswänden. Im Schutzgebiet ist das Bosco di Sant’Adriano der bedeutendste bewaldete Bereich und wird von Steineichen dominiert.
Für die Wegeplanung lohnt der Blick auf die unterschiedlichen Beschaffenheiten. Der Percorso Montagna delle Rose beginnt an der SR15 bei Kilometer 2 südlich von Palazzo Adriano und führt über unbefestigte Straßen, Maultierpfade und gepflasterte Wege. Er bietet einen Panoramablick auf das Tal; nahe einem Felsvorsprung liegt eine Wiese, auf der fast das ganze Jahr über verschiedene Orchideenarten blühen. Die Montagna delle Rose ist 1436 Meter hoch. Der Percorso dei Mulini verläuft am Fluss Sosio und anschließend am Torrente della Scala entlang; dabei besteht die Möglichkeit, Vögel und Wildtiere in der mediterranen Macchia zu beobachten. Auf dem Weg Sorgenti di San Calogero erreicht man nach etwa 800 Metern über einen stark abschüssigen Abschnitt in kurzer Entfernung die Cappella di San Calogero dei Latini.
Feste und lokale Spezialitäten
Zum religiösen Kalender gehört am 6. Januar das Epiphaniasfest „a vulata da Palumma“. Am 16. August gehört außerdem die große „A Fèra“ mit einer Prozession dazu, bei der Männer und Frauen barfuß durch die Straßen des Ortes ziehen. Religiöse Feiertage bieten Gelegenheit, traditionelle Ostersüßigkeiten und Brote zu probieren, darunter Pane di San Giuseppe, Pane di San Nicola, tabisca, muffuletta und frittierte gostedde.
Wenn Sie ein Hotel auswählen, können Sie zunächst entscheiden, ob bei Ihrem Aufenthalt die historische Ortsstruktur, Museen und Kirchen, religiöse Feste, Wege oder Natur im Mittelpunkt stehen sollen. Palazzo Adriano lässt sich so mit einem klaren persönlichen Schwerpunkt erkunden, ohne die unterschiedlichen Facetten des Ortes zu vermischen.
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