Gratteri: Madonie-Landschaft, Kirchen und Wege zu San Giorgio

Gratteri verbindet den Naturraum des Parco delle Madonie mit einer vielfältigen Orts- und Sakralgeschichte. Für Sie liegt der Reiz darin, Landschaft, Wege, Kirchen und lokale Überlieferungen in einer Reiseplanung zusammenzudenken. Das Gemeindegebiet liegt im nördlichen Bereich des Parks; etwa 2.600 Hektar liegen innerhalb seines Perimeters.

Panorama und Landschaft der Madonie

Das amphitheatralisch angelegte Ortszentrum von Gratteri bietet einen Panoramablick, der vom Golf von Cefalù bis zum Golf von Palermo reicht. Dadurch begegnen Ihnen im Ort nicht nur historische Gebäude, sondern auch ein weiter Blick über zwei Golfbereiche. Die Lage im Gemeindegebiet des Parco delle Madonie gibt der Umgebung einen klaren Naturbezug, ohne dass Gratteri seinen dörflichen Charakter verliert.

Auf Wegen zu San Giorgio und zur Grotta Grattara

Der Weg zu den Ruinen der Abtei San Giorgio beginnt im oberen Teil von Gratteri nahe den Burgruinen und führt durch Eichenwälder zu den Abteiruinen. Die Abtei San Giorgio wurde 1140 von Herzog Ruggero gegründet. Ihre Ruinen belegen die einzige Niederlassung des Prämonstratenserordens der reformierten Augustiner in Sizilien. So verbindet der Weg ein Naturerlebnis mit einem konkreten Kapitel sizilianischer Sakralgeschichte.

Die Grotta Grattara liegt etwa 300 m von der Siedlung Gratteri entfernt, an den unteren Ausläufern des Pizzo di Pilo, auf über 1.000 m Höhe. Vom Plateau von San Nicola ist sie über einen gewundenen, recht gut begehbaren Weg durch einen Kiefernwald erreichbar. Im lokalen Volksglauben ist die Grotta Grattara mit der Befana verbunden, die vor Ort „a vecchia strina“ heißt. Der Ort spricht damit sowohl wandernde Besucher als auch Reisende an, die Landschaft und lokale Erzählungen miteinander verbinden möchten.

Kirchen, Kunst und religiöse Bräuche

In Gratteri selbst bietet die Chiesa di Sant’Andrea ein Ecce Homo, das Frà Umile da Petraia zugeschrieben wird. Die Madrice Vecchia stammt aus dem Jahr 1350; ihr Glockenturm beherbergt sieben Glocken. Die Chiesa di Santa Maria del Gesù gilt als sehr alte Kirche in Gratteri. Zusammen zeigen diese drei Kirchen unterschiedliche Facetten des religiösen und baulichen Erbes im Ort.

Die Karfreitagsprozession von Gratteri heißt „a Sulità“ und zieht in einer Reihe hintereinander mit Fackeln oder Laternen durch den Ort. Der Ablauf mit der hintereinander verlaufenden Reihe und den Lichtern verleiht diesem Brauch eine klar erkennbare örtliche Form.

Lokaler Charakter im August

Zu den mit Gratteri im August verbundenen Veranstaltungen gehört die Sagra della „Vastedda fritta“.

Gratteri spricht damit unterschiedliche Interessen an, ohne dass Sie sie voneinander trennen müssen: kirchliche Kunst, mittelalterliche Baugeschichte, religiös geprägte Bräuche, Waldwege und die Landschaft an den Ausläufern des Pizzo di Pilo.

Wenn Sie weitere Orte im selben Reiseumfeld entdecken möchten: San Mauro Castelverde, Villabate, Masseria D'amari, Giardinello, Polizzi Generosa, Gangi, Montemaggiore Belsito, Santa Flavia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palermo.

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