Giardini Naxos zwischen antiker Stadtgeschichte und geschützter Bucht
Unterkünfte in Giardini Naxos
Antike Geschichte in konkreter Form
Giardini Naxos verbindet eine geschützte Bucht mit einem besonders greifbaren Zugang zur antiken Geschichte. Das Archäologische Museum von Giardini Naxos befindet sich in einem bourbonischen Fort am Eingang des Archäologischen Parks. Diese Verbindung aus Festungsbau, Ausgrabungsstätte und Meeresraum gibt Ihrem Aufenthalt ein klares Profil: Sie können sich mit der Geschichte von Naxos beschäftigen und zugleich die Küste als wichtigen Bestandteil des Ortes wahrnehmen.
Die Sammlungen des Museums bestehen größtenteils aus Funden aus mehr als fünfzig Jahren archäologischer Ausgrabungskampagnen an diesem Ort. Die Eingangsräume behandeln die prähistorischen Entwicklungsphasen des Fundorts und die Anfangszeit der griechischen Kolonie. Ein Rundgang durch das antike Stadtgebiet beginnt am Archäologischen Museum von Naxos.
Stadtplan, Arsenal und Terrakotta
Naxos war die erste griechische Kolonie auf Sizilien und wurde 734 v. Chr. von Kolonisten von der ägäischen Insel Naxos gegründet. Die antike Stadt folgte einem regelmäßigen Stadtplan mit Straßen, die sich im rechten Winkel kreuzten. Diese städtebauliche Ordnung macht den historischen Ort auch für Reisende interessant, die sich nicht nur für einzelne Bauwerke, sondern für die Form einer antiken Siedlung interessieren.
Zu den markanten Hinterlassenschaften gehören die Neoria, das antike Arsenal von Naxos mit Slipanlagen, in denen Boote untergebracht wurden. Auch die Herstellung von Terrakotta gehört zur langen Geschichte des Fundortes: Naxos gehört zu den Fundorten an der Ostküste Siziliens, an denen die größte Zahl an Brennöfen zur Herstellung von Terrakotta-Erzeugnissen nachgewiesen wurde. Die Belege reichen von der archaischen Zeit über die späte römische und byzantinische Epoche bis in die Gegenwart.
Küste und historische Zeichen
Die Bucht von Giardini Naxos ist von Hügeln geschützt und öffnet sich zu einem warmen, klaren Meeresabschnitt. Dieser Küstencharakter ergänzt die archäologischen Themen um eine landschaftliche Seite, ohne dass Sie den Ort auf einen reinen Badeaufenthalt reduzieren müssen. Ein weiteres Zeichen der lokalen Geschichte steht im Viertel Schisò: Die Bronzestatue „Nike di Kalkis“ wurde 1965 von dem Bildhauer Carmelo Mendola geschaffen und dort als Symbol der Städtepartnerschaft zwischen Giardini Naxos und Chalkis auf den Kykladen aufgestellt.
Das Castello di Schisò ist eine mittelalterliche Bastion und bewahrt Überreste ziviler und religiöser Gebäude aus dieser Epoche. Zum religiösen und gemeinschaftlichen Kalender gehört außerdem das historische Fest des San Pancrazio: Am 6. August umfasst es eine Prozession auf dem Meer. Wenn Sie lokale Geschichte, religiöse Traditionen und Küstenlandschaft verbinden möchten, finden Sie in Giardini Naxos dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Anreise und Wahl des Aufenthaltsortes
Auch die Anreise lässt sich in Ihre Planung einbeziehen. Giardini Naxos ist vom Flughafen Catania-Fontanarossa aus in kurzer Zeit erreichbar; außerdem ist der Ort über die Bahnlinie Messina–Catania erreichbar. Ein Hotel in Giardini Naxos passt zu einer Reiseplanung, in der kulturelle und landschaftliche Interessen nebeneinanderstehen.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Canneto, Fondachello, Falcone, Terme Vigliatore, Rinella, Mongiove, Monforte San Giorgio, Capri Leone
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