Biancavilla: Kirchen, Ätna-Landschaft und sizilianische Eigenart

Biancavilla verbindet kirchliches Erbe, lokale Tradition und die Landschaft des Ätna. Das Gebiet von Biancavilla gehört vollständig zum „Sistema Etna“. Biancavilla trägt außerdem den Beinamen „drittes Zugangstor zum Ätna“, „La porta del sole“. Die italienische Form lässt sich als „Tor der Sonne“ übersetzen. Neben dem Landschaftsbezug prägen sakrale Bauwerke, festliche Termine und eine lokale Süßspeise das Bild Biancavillas.

Wege in die Ätna-Landschaft

Von Biancavilla führen Wege zur Pista Altomontana und zum Rifugio Monte Scala. Außerdem ist Biancavilla Ausgangspunkt für aussichtsreiche Radrouten, die durch den Parco dell’Etna führen. Für die individuelle Tagesplanung lassen sich Wege und Radrouten als getrennte Vorhaben vormerken. Ein Tag in der Ätna-Landschaft kann damit an einem der beiden Wegziele oder auf einer durch den Park führenden Radroute anknüpfen. Biancavilla bleibt dabei der gemeinsame Ausgangspunkt.

Kirchen mit Geschichte und architektonischen Details

Ein wichtiger religiöser Bezugspunkt ist die Basilica Collegiata Pontificia Minore Santuario Santa Maria dell’Elemosina. Sie ist der Schutzpatronin von Biancavilla gewidmet. Die Kirche Beata Maria Vergine dell’Angelo Annunziata wurde im 17. Jahrhundert erbaut und 1604 vom Bischof von Catania gesegnet. Ihr Grundriss besteht aus drei durch vier Joche gegliederten Schiffen; der Innenraum ist mit Gemälden von Giuseppe Tamo da Brescia ausgestattet. Bei der Annunziata sind Bauzeit und Segnung unterschiedlich datiert: Der Bau wird dem 17. Jahrhundert zugeordnet, die Segnung erfolgte 1604.

Auch Santa Maria della Mercede führt in das 17. Jahrhundert zurück: Die Kirche wurde von den Mercedariern erbaut. Ihre Außenarchitektur ist ein Beispiel für die kleinere sizilianische Barockarchitektur. Das Kloster San Francesco besitzt außerdem einen vollständig mit Gemälden aus dem 18. Jahrhundert von Giuseppe Tamo da Brescia ausgemalten Kreuzgang. Die Mercede verweist mit ihrem Bau ins 17. Jahrhundert, während die Gemälde im Kreuzgang von San Francesco dem 18. Jahrhundert angehören. Giuseppe Tamo da Brescia begegnet damit sowohl in der Annunziata als auch im Kreuzgang von San Francesco.

Feste, Herkunft und eine Spezialität

Das Fest Maria SS. dell’Elemosina wird am letzten Sonntag im August sowie am 3. und 4. Oktober gefeiert. Während der Patronatsfeierlichkeiten im Oktober lässt die historische Arbëreshë-Aufführung die Ursprünge Biancavillas wiederaufleben. Für die Kalenderplanung liegt der Augusttermin am Monatsende; die beiden weiteren Festtage fallen auf den 3. Oktober.

Zur lokalen Eigenart gehört Schiumone, auf Sizilianisch „u scumuni“. Die traditionelle Süßspeise aus Biancavilla ist ein Halbgefrorenes mit einer äußeren Schicht Schokoladeneis und einer schaumigen Zabaglione-Füllung auf Eierbasis. Die sizilianische Kurzform „u scumuni“ gehört dabei zu seiner lokalen Bezeichnung.

Zeitliche und landschaftliche Planung

Für den Landschaftsbezug stehen die Wege zur Pista Altomontana, zum Rifugio Monte Scala und die Radrouten durch den Parco dell’Etna. Die Kirchen ergänzen diesen Rahmen mit Baugeschichte, Raumgliederung und Malerei. Im Festkalender kommt die historische Arbëreshë-Aufführung hinzu, während Schiumone die lokale Eigenart in einer konkreten Süßspeise bündelt.

Weitere Ziele entdecken Sie hier: Mirabella Imbaccari, Carruba, Torre Archirafi, Caltagirone, Monterosso, Riposto, Ramacca, Carlentini.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Catania.

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