Calangianus: Museen, Kirchen und Wege

File:Calangianus - Casa cantoniera di Catala (05).JPG File:Calangianus - Casa cantoniera di Catala (05).JPG Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kultur zwischen Pfarrkomplex und Handwerk

Wer Calangianus kennenlernen möchte, kann sich an Museen, Kirchen, einer bronzezeitlichen Grabstätte sowie Wegen für Radfahrer und Spaziergänger orientieren. Das Museum Santa Giusta befindet sich im Oratorio del Rosario innerhalb eines Pfarrkomplexes, zu dem auch die Pfarrkirche Santa Giusta und das Oratorio di Santa Croce gehören. Der Museumsrundgang führt durch drei Räume und vermittelt die komplexe Geschichte der Gemeinschaft von Calangianus.

Das Museo del Sughero ist im ehemaligen Kapuzinerkloster des Ortes untergebracht. Video-Installationen, Düfte und Darstellungen örtlicher Handwerker prägen die dortige Präsentation. Damit steht neben der Gemeinschaftsgeschichte auch das örtliche Handwerk als konkretes kulturelles Thema im Mittelpunkt.

Zur historischen Orientierung gehört außerdem die Chiesa di San Leonardo. Sie liegt innerhalb der Verwaltungsgrenzen der Gemeinde Calangianus und gilt als eine der ältesten Kirchen des Gebiets. Ihre Lage und ihr überliefertes Alter ergänzen die kirchlichen Bezüge, die bereits am Museum Santa Giusta sichtbar werden.

Archäologische Spuren am Monte di Deu

Die Tomba di giganti di Pascareddha liegt in einem Korkeichenwald am Nordfuß des Monte di Deu. Die Grabstätte wurde aus Steinreihen errichtet und besitzt eine gewölbte Stele.

Der rechteckige Bestattungskorridor der Tomba di giganti di Pascareddha ist 12,5 Meter lang, 0,90 Meter breit und 0,90 Meter hoch. Die Anlage wird in die mittlere und jüngere Bronzezeit datiert. Ihre Maße und die Datierung geben der Besichtigung einen präzisen archäologischen Bezug, ohne dass dafür weitere historische Annahmen nötig sind.

Der Zugang zur Tomba di giganti di Pascareddha führt über einen etwa 800 Meter langen Weg. Nach der Holzbrücke über den Rio Badu Mela sind weitere 200 Meter zurückzulegen. Diese Abfolge gehört zur konkreten Orientierung vor Ort und macht den Wegabschnitt zu einem eigenständigen Teil des Besuchs.

Radfahren, Spazierengehen und Wege

Die Strecke Calangianus–Monti eignet sich sowohl zum Radfahren als auch zum Spazierengehen. Die Ciclovia ex Ferrovia Monti–Calangianus–Tempio Pausania folgt einer stillgelegten Bahnstrecke und verläuft auf etwa 34 Kilometern zwischen Monti und Calangianus.

Die ehemalige Bahntrasse Calangianus–Monti ist fast vollständig für Fahrräder vorgesehen; ausgenommen ist ein kurzer Abschnitt auf einer lokalen Straße. Im Parco archeologico di Monti di Deu überqueren die Wege Bäche über Holzbrücken und können zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike genutzt werden. Radfahren erhält dadurch ebenso einen festen Platz wie Spaziergänge und Ausflüge mit dem Pferd.

Die Ortsfakten lassen sich so zu einer Reiseplanung verbinden, die Kultur und Bewegung nebeneinander berücksichtigt.

Weitere Orte zur Reiseplanung

Weitere Ziele: Salina Bamba, San Pietro, Barrabisa, Trudda, Poltu Quatu, Telti, La Maddalena, Capo D'orso.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olbia-Tempio.

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