Buddusò zwischen Granitlandschaft und Nuraghenkultur

File:Alà dei Sardi - Buddusò, parco eolico (01).JPG File:Alà dei Sardi - Buddusò, parco eolico (01).JPG Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Buddusò verbindet eine markante Granitlandschaft mit Spuren verschiedener Kulturzeiten. Rund um den Ort weisen Granitreliefs durch Erosion entstandene Hohlräume auf, die als Tafoni und auf Sardisch als Concheddas bezeichnet werden. Die Landschaft ist außerdem durch Weißgranitsteinbrüche, Weideflächen, Korkeichenwälder und dichte mediterrane Macchia geprägt. Granit steht damit sowohl für die natürlichen Formen rund um Buddusò als auch für sichtbare Elemente im Ort. Prähistorische Anlagen, eine Barockkirche und Museen ergänzen die Landschaft um weitere konkrete Kulturthemen.

Granitreliefs, Steinbrüche und Ortsbild von Buddusò

Im Museo d'Arte Contemporanea wird Granit selbst zum Gegenstand der Kunst. Werke aus Granit werden im Außenpark des Museums und an mehreren Stellen in der Altstadt von Buddusò ausgestellt. Das Material erscheint dadurch an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Formen. Su Palattu ergänzt diesen Eindruck als mehrstöckiges Gebäude in Buddusò, das aus sichtbaren oder nur grob behauenen Granitquadern errichtet wurde. Zwischen Reliefs, Ausstellungswerken und Gebäudefassaden bleibt der Stein ein wiederkehrendes Element der örtlichen Wahrnehmung.

Nuraghe Loelle, Ludurru und prähistorische Spuren rund um Buddusò

Die Nekropole von Ludurru liegt etwa 200 m vom nordöstlichen Ortsrand von Buddusò entfernt. Bei Nuraghe Loelle steht die Bauform im Mittelpunkt: Der Nuraghe gehört zum Mischtyp und verbindet Merkmale von Korridor-Nuraghen und Tholos-Nuraghen. Er besteht aus einem zentralen Turm mit einer dreilappigen Bastion. Um Nuraghe Loelle erstreckt sich eine große Siedlung mit Rundhütten; in der Nähe befinden sich außerdem zwei Gigantengräber. Die prähistorische Landschaft umfasst damit sowohl den Nuraghe selbst als auch Siedlungs- und Grabstrukturen in seiner Nähe.

San Quirico in Buddusò, Ruinenstätten und regionale Museen

Die Kirche San Quirico in Buddusò ist eine Barockkirche. Im Umfeld des Ortes liegt Romanzesu als Ruinenstätte. Im weiteren regionalen Umfeld von Buddusò befinden sich außerdem Fonte Sacra Su Tempiesu, ebenfalls eine Ruinenstätte, sowie das Native House and Museum of Grazia Deledda und das Museo Archeologico Nazionale Giorgio Asproni, zwei Museen. Für Kulturinteressierte stehen neben sakraler Architektur auch archäologische Stätten und museale Orte im thematischen Zusammenhang.

Berge bei Buddusò: Punta Carreri, Punta Covecada, Monte sa Mesa und Punta Lattari

In der Umgebung von Buddusò liegen die Berge Punta Carreri, Punta Covecada, Monte sa Mesa und Punta Lattari. Ihre Namen gehören ebenso zur räumlichen Orientierung wie die Granitsteinbrüche und die natürlichen Flächen rund um den Ort. Weideflächen, Korkeichenwälder und dichte mediterrane Macchia bilden dabei den landschaftlichen Rahmen. So bleibt Buddusò auch außerhalb seiner Kulturstätten durch eine klar erkennbare Verbindung von Granit, Bergen und mediterraner Vegetation geprägt.

Weitere Reiseziele: Nuragheddu, Costa Serena, Le Vecchie Saline, San Pasquale, Bortigiadas, Maiorca, Pantogia und Pittulongu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olbia-Tempio.

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