Fonni entdecken: Kultur, Traditionen und Berge
Fonni zeigt seine Eigenart besonders dort, wo pastorales Leben, religiöse Feste, archäologische Zeugnisse und Berglandschaften zusammenkommen. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, das Kulturinteressen mit Naturbeobachtung und Wegen durch Wälder verbindet und zugleich lokale Traditionen sichtbar macht.
Kultur und religiöse Traditionen
Im Museo della Cultura Pastorale di Fonni ist in einem alten Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert das pastorale Leben der Gemeinschaft von Fonni dargestellt: Bilder, Töne und typische Geräte vermitteln diesen Teil der lokalen Geschichte. Das Museum zeigt außerdem die Masken des typischen Karnevals von Fonni, traditionelle Trachten und das Votivbrot, das zum Fest von San Giovanni zubereitet wurde.
Das Santuario della Madonna dei Martiri ist besonders während der jährlichen Feste zu Ehren der Jungfrau der Märtyrer ein Ziel religiöser Verehrung. Die Chiesa di San Giovanni Battista wurde im 16. Jahrhundert im spätgotisch-aragonesischen Stil errichtet und später umgebaut. Auch der Karneval von Fonni ist eng mit überlieferten Formen verbunden: Prägend sind die alten traditionellen Masken s'Urthu und sos Buttudos.
Archäologische Zeugnisse
Die archäologische Stätte von Madau ist eine Nekropole mit vier Gigantengräbern. Die Gräber stammen aus der späten bis finalen Bronzezeit, sind nach Südosten ausgerichtet und amphitheatralisch angeordnet.
Gremanu ist ein nuraghisches Heiligtum aus drei Tempelstrukturen. Die archäologische Stätte umfasst außerdem das einzige bekannte Aquädukt aus der nuraghischen Zeit. Im weiteren regionalen Umfeld von Fonni befinden sich der Nuraghe Talei, eine antike Stätte, und der Nuraghe Unturgiadore, eine historische Stätte.
Historische Viertel und Landschaft
In den historischen Vierteln von Fonni stehen Berghäuser mit scandulas, traditionellen Dachziegeln aus Holz. Wandmalereien schmücken diese Viertel ebenfalls. Für Wege in der Natur gibt es in Fonni Trekkingwege durch Wälder und entlang von Quellen. In den avifaunistischen Reservaten von Fonni können Sie seltene Arten beobachten.
Im weiteren regionalen Umfeld von Fonni befinden sich mehrere als Berge bezeichnete Landschaftsziele: der Monte su Dovaru, die Serra s'Istevene, die Punta la Marmora und Su Toni de Girgini. Das Museo Etnografico Casa Montanaru und das Museo Nivola liegen ebenfalls im weiteren regionalen Umfeld von Fonni; beide sind Museen.
Feste im Jahreslauf
Der Karneval von Fonni beginnt am 16. Januar mit dem Fest des heiligen Antonius des Großen; anschließend treten die traditionellen Masken auf. Am letzten Tag wird Su Ceomo in einer Maskenprozession durch die Straßen getragen. Der Palio di Fonni findet am jeweils ersten Sonntag im August auf der nahe gelegenen Pferderennbahn statt.
Die Tradition S'Istangiartu hat ihren Ursprung im Jahr 1842. Die damit verbundenen Reiter tragen traditionelle Trachten, reiten geschmückte Pferde und eröffnen die wichtigen Prozessionen von Fonni zu Corpus Domini, zur Madonna dei Martiri und zu San Giovanni Battista. „Sos Coccios“ ist ein Gesang zu Ehren der Madonna dei Martiri und gehört zum jährlich am ersten Sonntag im Juni gefeierten Fest der Madonna dei Martiri. Bei der Feier zu Ehren des heiligen Johannes wird Su Cohone de Vrores gemeinsam mit der Statue des heiligen Johannes in einer Prozession getragen.
Ein lokales Festmotiv
Su Cohone e Vrores ist eine aufwendig gestaltete, etwa 40 cm breite und rund 10 cm dicke, tortenförmige Focaccia. In die Focaccia werden Rohrstäbchen gesteckt, an denen 160 Vogelfiguren und 5 Hühnerfiguren befestigt sind.
Weitere Reiseziele: Bitti, Ollolai, Bolotana, La Caletta, San Giovanni, Gavoi, Siniscola, Onanì
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