Decimoputzu: Kirchen, Campidano-Ebene und Flumini Mannu

Kirchen, Baptisterium und kirchengeschichtliche Spuren

Decimoputzu verbindet kirchliche Zeugnisse, prähistorische Anlagen und eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft mit dem Flumini Mannu. Für Kulturinteressierte liegen die historischen Themen nicht nur in einem einzelnen Bauwerk, sondern auch an mehreren konkreten Orten des Gebiets von Decimoputzu. Für Kultur- und Naturinteressierte eröffnet Decimoputzu dabei zugleich verschiedene Blickwinkel auf ein Gebiet im südlichen Sardinien, das kirchliche Zeugnisse, archäologische Plätze, Felder und Flussufer umfasst.

Die Kirche San Giorgio ist seit dem späten 11. Jahrhundert urkundlich belegt. Die Vittorini-Mönche aus Marseille bauten sie in romanischen Formen wieder auf. Im Fußboden des Baptisteriums wurden Mosaikfragmente wiederverwendet, die in das 3. Jahrhundert n. Chr. datiert werden. Die Pfarrei von Decimoputzu ist erstmals 1341 belegt. Das heutige Kirchengebäude ist ab 1560 unter dem Titel Santa Maria dokumentiert.

Zur sakralen Geschichte des Umlands gehört auch die ländliche Kirche San Basilio. Sie liegt etwa 3 km von Decimoputzu entfernt, nahe dem Rio Matta, in einem Gebiet, das bereits in byzantinischer Zeit genutzt wurde. Neben San Giorgio steht damit ein weiterer kirchlicher Ort im Umland von Decimoputzu.

Frühe Kulturen und archäologische Anlagen

In Sant’Iroxi bei Decimoputzu liegt das als Tomba dei Guerrieri bekannte Hypogäum vom Typ Domus de Janas. Es wird in die Endphase des Neolithikums, die Ozieri-Kultur und die frühe Bronzezeit datiert. Die bei der Tomba dei Guerrieri gefundenen Bronze-Waffen werden heute im Museo Archeologico Nazionale di Cagliari aufbewahrt; der Fundort der Waffen liegt in Sant’Iroxi bei Decimoputzu. Perda Lada ist ein nuraghisches Gigantengrab mit einer gewölbten Stele, das in zyklopischer Technik errichtet wurde. Die Tomba dei Guerrieri und Perda Lada unterscheiden sich dabei in ihrer Form: Hier befindet sich ein Hypogäum vom Typ Domus de Janas, dort ein Gigantengrab mit gewölbter Stele. Der Nuraghe Monte Sa Idda ist für Funde von Metallartefakten bekannt. Su Casteddu ‘e Fanaris ist eine imposante komplexe Nuraghenanlage.

Campidano-Ebene, Felder und landwirtschaftliche Landschaft

Decimoputzu liegt im südlichen Teil der Campidano-Ebene. Die Landschaft um das bewohnte Zentrum ist durch Gewächshäuser und ausgedehnte Artischockenfelder geprägt.

Flumini Mannu: Uferwege, Schilf und Reiher

Durch das Gebiet von Decimoputzu fließt der Flumini Mannu. An seinen Ufern wachsen Pappeln, Weiden und Schilf, in denen Graureiher und Seidenreiher brüten. Entlang des Flusses verlaufen Uferwege durch Schilfbestände und Pappeln, die sich für Spaziergänge eignen.

San Giorgio im Mai

Das Fest von San Giorgio wird am dritten Sonntag im Mai gefeiert.

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