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Quarna Sotto: Blasinstrumente, Fresken und die Alpe di Camasca

Unterkünfte in Quarna Sotto

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Blasinstrumente, Alltagsgeschichte und Naturkunde

Quarna Sotto ist ein Ort für Reisende, die italienische Alltagsgeschichte nicht nur über Kirchen, sondern auch über Handwerk, Naturkunde und alpine Nutzung kennenlernen möchten. Das Museo Etnografico e dello Strumento Musicale a Fiato präsentiert das Handwerk des Baus von Blasinstrumenten und die historischen Herstellungsverfahren. In der unteren Etage dokumentiert es die alpine ländliche Geschichte von Quarna Sotto anhand einer rekonstruierten alten Küche, einer Schlafkammer und von Räumen zur Aufbewahrung von Milch. Der naturkundliche Bereich zeigt konservierte Reptilien, Vögel und Säugetiere, darunter einige gefährdete Arten, sowie viele Mineralien und Gesteine, die überwiegend aus der Umgebung stammen.

File:Quarna Sotto museo.jpg File:Quarna Sotto museo.jpg Foto: Civvì via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Alpe di Camasca und ihre Landschaft

Die Alpe di Camasca war spätestens ab dem 15. Jahrhundert ein von den Bewohnern von Quarna Sotto genutzter Weideplatz für Vieh; bereits damals wurde sie häufig aufgesucht. Die Alpe liegt auf etwa 1.200 bis 1.300 Metern Höhe und ist von ausgedehnten gemeinschaftlich genutzten Weideflächen umgeben. Diese Flächen sind heute größtenteils durch natürliche oder menschliche Einwirkung zu Wald geworden. Wenn Sie Natur- und Ortsgeschichte miteinander verbinden möchten, bietet dieser Kontrast einen klaren thematischen Zugang.

Fresken und Kirche San Nicolao

Auch die religiöse Bildwelt ist im Ort und auf den Almen präsent. In Quarna Sotto gibt es mindestens 21 Außenfresken, einfache Wandmalereien und Wandgraffiti an den Fassaden von Häusern und Almhütten im Ort und auf den Almen; fast alle zeigen religiöse Themen. Die Lünette unter dem Pronaos der Kirche San Nicolao ist auf das Jahr 1711 datiert. Nach kommunaler Darstellung ist sie noch gut erhalten. Für Sie entsteht so ein konkreter Einblick in die Verbindung von Architektur, Glauben und lokaler Gestaltung.

Grotta Madonna di Lourdes und Oratorio del Saliente

Mehrere einzelne Orte vertiefen diesen sakralen Schwerpunkt. Die Grotta Madonna di Lourdes in der Via Rampone wurde 1929 eingeweiht. Durch die geräumige Grotte fließt ständig ein Bach; in einer beleuchteten Nische stehen eine Statue der Unbefleckten Jungfrau sowie eine kniende Statue der heiligen Bernadette. Das Oratorio del Saliente wurde 1623 von den Bewohnern von „Cocarna di Sotto“ als ländliches Oratorium zur Feier von Gottesdiensten geplant und der glorreichen Aufnahme Mariens geweiht. Am 11. Januar 1627 wurde es gesegnet und die Feier der Messe gestattet.

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Kapellen, Festa di San Rocco und Anfahrt

In Quarna Sotto sind weiterhin 32 ländliche Kapellen vorhanden. Vier weitere sind eingestürzt oder abgerissen und bestehen nur noch in der Erinnerung. Einen lebendigen Termin auf der Alpe di Camasca bildet das Festa di San Rocco, das weiterhin als Tradition nach Ferragosto begangen wird. Dazu gehören ein gemeinsames Essen, ein Barbetrieb, Volksspiele, Musik und weitere Unterhaltung. Für die Anfahrt ist die Straße von Omegna nach Quarna relevant: Sie lässt Busse mit höchstens 45 Sitzplätzen passieren.

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