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Premia: Thermalwasser, Uriezzo und Walsergeschichte

Unterkünfte in Premia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Thermalwasser und geologische Formen

Das Quellwasser von Premia tritt mit 44 °C aus und ist als hyperthermales Kalziumsulfatwasser klassifiziert. Für Sie kann dieses klar benennbare Naturmerkmal ein erster Anhaltspunkt bei der Wahl des Reiseziels sein, besonders wenn Thermalwasser zu Ihren Interessen gehört. Zugleich eröffnet Premia mit geologischen Formen, historischen Orten und einer mineralogischen Sammlung unterschiedliche Zugänge für eine Reise, bei der nicht alle denselben Schwerpunkt setzen.

File:Premia municipio.jpg File:Premia municipio.jpg Foto: F Ceragioli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Am Orrido di Uriezzo Sud bestehen große, annähernd kreisförmige Hohlräume, die durch enge Durchgänge miteinander verbunden sind. Die beiden Formationen des Orrido di Uriezzo sind zusammen etwa 300 Meter lang. Für Natur- und Wanderinteressierte liegt der besondere Charakter in der Abfolge von weiten Hohlräumen und schmalen Verbindungen.

Le Marmitte dei Giganti ergänzen dieses geologische Bild mit halbkugelförmigen oder zylindrischen Hohlräumen. Sie wurden durch die Wucht des Schmelzwassers eines Gletschers in den Fels gegraben. Damit stehen in Premia unterschiedliche Formen der Landschaft im Mittelpunkt: Beim Orrido prägen verbundene Hohlräume und enge Durchgänge den Eindruck, bei den Marmitte die Wirkung des Gletscherwassers auf den Fels.

Orientierung für Ihre Erkundung

Südlich des Kirchenplatzes führt ein kleiner Durchgang auf einen alten Saumpfad, der nach etwa 15 Minuten nach Verampio führt. Von der Fraktion Uriezzo aus führt der Zugang zu Fuß über eine unbefestigte Straße. In der Fraktion Cristo befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Parkplatz. Diese drei Angaben helfen Ihnen, unterschiedliche Ausgangspunkte und die Beschaffenheit einzelner Zugänge bei Ihrer Tagesplanung zu berücksichtigen.

Walsergeschichte und Mineralien

Salecchio ist eine alte Walserkolonie, die im 13. Jahrhundert von aus dem Wallis eingewanderten deutschen Siedlern gegründet wurde. Der Ort bringt damit einen historischen Aspekt in die Reise nach Premia, der über die Landschaft hinausweist. Wenn Sie sich für Siedlungsgeschichte und regionale Kultur interessieren, gehört diese Walsergeschichte zu den eigenständigen Themen, die Sie bei Ihrer Auswahl berücksichtigen können.

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Das Museo Mineralogico Don Giovanni Bonomo wurde am 3. August 2002 eröffnet. Seine Sammlung umfasst 3.333 Mineralien, die nach Namen und Fundort klassifiziert sind; fast alle wurden im Valle Antigorio und in der Formazza gewonnen. Zu den besonders wertvollen Exemplaren zählen Cervandonit, Gasparit, Fetiasit, Asbecait, Cafarsit, Chernovit und Agardit. Für Ihren Besuch verbindet das Museum daher eine klar umrissene Sammlung mit einem regionalen Bezug der Fundorte.

Auch die Torre di Cristo erzählt von der strategischen Bedeutung des Ortes. Sie wurde aus örtlichem Stein auf Veranlassung des Herzogtums Mailand errichtet, um vor der Gefahr durch Feinde zu warnen. Ihre strategische Lage ermöglichte die Beobachtung des Verkehrs, der durch den Ortsteil Uriezzo führte. So stehen in Premia Naturbeobachtung, geologische Besonderheiten und Geschichte nicht als austauschbare Schlagworte nebeneinander, sondern als unterschiedliche Anlässe, den Ort genauer kennenzulernen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verbano-Cusio-Ossola.