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Isola Superiore: Fischereigeschichte und Inselkultur am Lago Maggiore

Unterkünfte in Isola Superiore

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Isola Superiore, auch Isola dei Pescatori, verbindet die Geschichte des Fischfangs mit Kunst, Inselbräuchen und einer Küche, die den Lago Maggiore wörtlich auf den Teller bringt.

File:Lago Maggiore Isola Superiore alley.jpg File:Lago Maggiore Isola Superiore alley.jpg Foto: Isiwal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Ortsnamen Isola Superiore und Isola dei Pescatori stehen dabei für dieselbe Insel.

Fischereigeschichte als Rundgang durch die Insel

Das Fischerei-Ökomuseum umfasst das gesamte Gebiet der Isola Superiore beziehungsweise Isola dei Pescatori. Bedeutende Außenstandorte und historische Gebäude sind zu einem Besichtigungsrundgang verbunden. Im Erdgeschoss der Casa Ugo Ara wurde 2016 ein kleines Fischereimuseum eingerichtet. Dort zeigt man Materialien und Gegenstände, die von Fischern und anderen Inselbewohnern gestiftet wurden.

Auch Schulklassen können die Insel über das Fischerei-Ökomuseum aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen. Für ihren Besuch bietet es thematische Rundgänge und Workshop-Erlebnisse zu historischen, umweltbezogenen, künstlerischen und anthropologischen Themen der Insel an.

Kirche, Gassen und Kunst

Die Kirche San Vittore befindet sich am höchsten Punkt des Inselrückens. In den Häusern, an Balkonen, Laubengängen und in den engen Gassen erinnern bunte ehemalige Fischernetze an eine lokale Tradition des Fischfangs und der Reparatur von Hand.

Mit Andrea Ruffoni tritt neben den Fischereispuren ein eigenständiger künstlerischer Aspekt der Insel hinzu. Er entwickelte eine eigene Technik, bei der Kunststoffmaterialien auf einem Metallgitter verbrannt und geschmolzen werden. Sein Hausmuseum, sein Atelier und sein privater Garten waren ab 2016 öffentlich zugänglich. Andrea Ruffoni lebte von 1925 bis 1990.

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Seefisch und lokale Festtraditionen

Restaurants und Osterien auf der Isola dei Pescatori bieten Seefisch aus dem Lago Maggiore an, darunter Barsch, Felchen, Zander, Saibling und Ukelei. Die Fischarten auf den Speisekarten stehen damit neben der im Museum bewahrten Geschichte des Fischfangs.

Zum lokalen Charakter gehören außerdem wiederkehrende Bräuche. Die Bräuche verteilen sich auf mehrere festliche Anlässe und verbinden religiöse Termine, gemeinsames Essen und geselliges Spiel. Zur Ferragosto-Tradition gehört tagsüber nach der Messe eine Versteigerung von Spenden. Während der Ferragosto-Woche findet am „Schwanz“ der Insel ein traditionelles Boccia-Turnier statt. Am Karneval wird am Ufer eine lange Tafel aufgestellt, an der sich Inselbewohner zu Polenta und Wein versammeln.

Am Vorabend des Dreikönigsfests laufen Kinder durch die Straßen der Insel und machen mit an Schnüre gebundenen Dosen, Blechbüchsen und Deckeln Lärm, um die Befana zu wecken, die auf der Insel carga vegia heißt. Innerhalb der Aree Protette del Ticino e del Lago Maggiore wird die Isola Superiore als „di transito“ bezeichnet.

Anreise und Mittagessen auf der Isola dei Pescatori

Im Rahmen der Tour zu den Borromäischen Inseln erreicht ein Fahrgastschiff von der Isola Bella aus die Isola dei Pescatori in fünf Minuten; dort kann man das charakteristische Dorf besuchen und in einem typischen Restaurant zu Mittag essen. Die fünfminütige Schiffsverbindung gehört zur Tour zu den Borromäischen Inseln und markiert den Ortswechsel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stresa.

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