Cavaglio-Spoccia: Ecomuseum, Kirchen und Wege der Borromea
Unterkünfte in Cavaglio-Spoccia
Zwischen Alltagsgeschichte und alten Sakralbauten
Cavaglio bewahrt charakteristische alte Winkel des Ortes. Im Centro di documentazione dell’Ecomuseo del Lago e dei Monti in Lunecco werden Gegenstände und Dokumente über das Alltagsleben der Bewohner der Valle Cannobina bewahrt. Für einen Aufenthalt, der Ortsbild und regionale Geschichte zusammenführt, liegen damit zwei unterschiedliche Zugänge nahe: der Blick auf Cavaglio selbst und die dokumentierte Alltagskultur des Tals.
Das Lunecco Ecomuseum
Zum Lunecco Ecomuseum gehören Rekonstruktionen einer Wohnung und eines Gasthauses. Die ethnografische Ausstellung „Al femin d’in val“ widmet sich dem Alltagsleben von Frauen in der Valle Cannobina bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Rekonstruktionen von Wohnung und Gasthaus ergänzen die bewahrten Gegenstände und Dokumente um zwei konkrete Räume. Nach vorheriger Anmeldung können im Ecomuseum Besuche für Schulgruppen organisiert werden, bei denen Mitglieder der Folkloregruppe der Valle Cannobina die Begleitung übernehmen können.
Spazierwege durch Wald und Terrassen
Von Spoccia führt ein ausgeschilderter Spazierweg auf einem alten Weg zur Alpe di Bronte. Er verläuft durch Kastanienwälder und an alten Terrassen vorbei. Auch die Borromea verläuft durch große Kastanien- und Eichenwälder; dort können Hirsche, Gämsen und Rehe anzutreffen sein. Bei der Borromea bleibt die Begegnung mit Hirschen, Gämsen und Rehen eine Möglichkeit; sie ist nicht als sicherer Bestandteil jedes Weges vorausgesetzt. Die alten Terrassen geben der Strecke von Spoccia neben dem Kastanienwald einen klaren Bezug zur Kulturlandschaft.
Kirchen in Cavaglio und Spoccia
In Spoccia ist die Chiesa di Santa Maria Maddalena seit 1445 belegt und wurde 1546 geweiht. Sie steht außerdem im Zusammenhang mit der Via Borromea. In Cavaglio stammt die Parrocchiale di San Donnino aus dem späten Mittelalter und wurde 1517 geweiht. Die Via Borromea hebt dort spätmittelalterliche Fresken in der Parrocchiale und im Oratorio della Madonna delle Grazie „del Rì“ hervor; in San Donnino sind Fragmente von Fresken aus dem 16. Jahrhundert erhalten, die häufig Antonio da Tradate zugeschrieben werden.
Oratorien mit besonderen Details
Das einschiffige Oratorio della Madonna delle Grazie „del Rì“ wurde 1670 errichtet, um eine ältere Kapelle mit einem Marienbild aus dem späten 15. Jahrhundert aufzuwerten. Im Oratorio befindet sich eine Platte aus Candoglia-Marmor, die als Reliquie des Fußabdrucks Christi gilt. Das Oratorio della Madonna di Re in Spoccia ist über eine Steintreppe mit 75 Stufen und einer Länge von 40 Metern erreichbar. Für die äußere Orientierung an Madonna di Re sind Treppe und Fassadenfenster zwei getrennte Anhaltspunkte: 75 Stufen und 40 Meter beschreiben den Aufstieg, die Fenster den möglichen Blick ins Innere. Es ist gewöhnlich geschlossen; sein Inneres kann jedoch durch die Fenster an der Fassade betrachtet werden.
Weitere Orte in derselben Region
Gravellona Toce, San Domenico, Quarna Sopra, Miazzina, Vogogna, Mozzio, Feriolo Di Baveno und Bognanco.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verbano-Cusio-Ossola.