San Benigno Canavese entdecken
Unterkünfte in San Benigno Canavese
San Benigno Canavese verbindet sakrale Baukunst, mittelalterliche Spuren und eine überwiegend flache Landschaft zwischen den Wildbächen Malone und Orco. Die Gemeinde eignet sich damit für eine Reise, bei der Sie historische Details nicht nur in einem einzelnen Bauwerk, sondern auch in der Struktur des Ortes und seiner Umgebung entdecken können.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Chiesa Parrocchiale Santa Maria Assunta ahmt den Petersdom in Rom nach. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes, dazu kommen eine imposante Kuppel und ein Hauptaltar, der von Bernini inspiriert ist. Der zugehörige Glockenturm stammt aus der Zeit um das Jahr 1000 und setzt einen deutlich älteren architektonischen Akzent.
Auch die Sakristei der Chiesa Parrocchiale Santa Maria Assunta bewahrt bemerkenswerte Kunstwerke. Dort befinden sich eine Ikone von Defendente Ferrari und ein Triptychon, das das Martyrium des San Tiburzio darstellt. Eine andere Formensprache zeigt die Cappella della Madonna delle Grazie: Sie hat einen quadratischen Grundriss im viktorianischen Stil, abgeschrägte Ecken, eine Rundkuppel und eine Laterne.
Fruttuaria und mittelalterliche Zeugnisse
Die Abbazia di Fruttuaria lenkt den Blick auf deutlich ältere Kunst. Ihr Mosaikboden aus dem späten 11. bis frühen 12. Jahrhundert ist etwa 9 Meter lang und 5,5 Meter breit. Zu den dargestellten Motiven gehören unter anderem zwei einander zugewandte Greifen neben dem Lebensbaum. Die ungefähren Maße helfen dabei, die Wirkung des Bodens als eigenständiges Gestaltungselement einzuordnen, ohne seine historische Einordnung zu verändern.
Auf dem Besichtigungsweg der Abbazia di Fruttuaria sind außerdem die Überreste einer kleinen kreisförmigen Mauerstruktur zu sehen. Ihre Form erinnert an die Rotunde des Heiligen Grabes in Jerusalem. So treffen in Fruttuaria architektonische Überreste und bildliche Gestaltung aufeinander, während die Chiesa Parrocchiale mit Kuppel, Altar und mittelalterlichem Glockenturm einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte bietet.
Das mittelalterliche Ricetto wurde im 15. Jahrhundert aufgrund der instabilen politischen Lage der Gegend mit Mauern, Türmen und Toren gegründet und durch einen Wassergraben geschützt. Von dem Ricetto aus dem Jahr 1400 sind eine der drei Toranlagen, einer der Ecktürme und Spuren weiterer Türme erhalten.
Landschaft, Weiler und örtliche Orientierung
San Benigno Canavese ist überwiegend flach. Zum Gebiet gehört zugleich ein kleiner Teil des Moränenhügels Vauda, sodass die Landschaft neben der ebenen Grundprägung auch diesen besonderen geologischen Bezug aufweist. Das Gemeindegebiet bildet ein größeres Viereck, das durch die Kapellen der vier wichtigsten Weiler begrenzt wird. Diese räumliche Ordnung verbindet die Hauptsiedlung mit den kleineren Ortsteilen, ohne dass daraus eine einheitliche Landschaftsform abgeleitet werden muss.
Für die Auswahl Ihres Hotels können Sie daher unterschiedliche Schwerpunkte gegeneinander abwägen: sakrale Kunst und mittelalterliche Architektur, die flache Umgebung oder eine Unternehmung mit dem Fahrrad. Das kostenlose kommunale Fahrraddepot Bike Box Intranet befindet sich am Bahnhof von San Benigno Canavese und bietet überwachte Abstellplätze in einem geschlossenen Bereich.
Auch die Festa Borgo San Grato gehört zum kulturellen Kalender der Gemeinde als gastronomisches Fest mit musikalischer Unterhaltung. Kulinarische Interessen erhalten damit neben Kirchen, Kapellen, Mosaik und Befestigungsresten einen eigenen Anknüpfungspunkt für die Reiseplanung.
Weitere Ziele im Umfeld
Von San Benigno Canavese aus können Sie auch Candia Canavese, Vigone, Ruà, Chieri, Colleretto Giacosa, Ivrea, Villareggia und Monti näher betrachten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.