Pont Canavese: Torre Ferranda, Museen und Kirchengeschichte
Unterkünfte in Pont Canavese
Pont Canavese zwischen Türmen, Museen und Ortsgeschichte
Pont Canavese verbindet Baugeschichte, sakrale Vergangenheit, Museumsthemen und regionale Produkte zu einem vielseitigen Kulturprofil. Die Torre Ferranda, die Chiesa di Santa Maria in Doblazio und die Museen eröffnen unterschiedliche inhaltliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.
File:13.10.17 Pont Canavese ALn668.906+ALn668.907 (37759610801).jpg
Foto: Phil Richards from London, UK via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Die Torre Ferranda und das Kupferhandwerk
Die Torre Ferranda steht auf einem Felsvorsprung und ist 32 Meter hoch. In dem Turm ist das Museo del Territorio delle Valli Orco e Soana untergebracht. Es zeigt Werkzeuge und Erzeugnisse des traditionellen handwerklichen Kupferhandwerks. Der Besuch des Museums endet auf der Spitze der Torre Ferranda. Dort kennzeichnen vier Orientierungstafeln wichtige geografische Punkte. Für die Tagesplanung zählt der Aufstieg zur Turmspitze zum Museumsbesuch, weil dieser dort endet.
Industriegeschichte und frühere Lebenswelten
Das Museo della Plastica Cannon-Sandretto befindet sich im repräsentativen Gebäude im Liberty-Stil des ehemaligen Sandretto-Werks. Es widmet sich der Geschichte und Technologie der Kunststoffverarbeitung und verfügt über ein Inventar von mehr als 2.500 Objekten. Das Gebäude im Liberty-Stil unterscheidet sich räumlich von der auf einem Felsvorsprung stehenden Torre Ferranda. Einen anderen Akzent setzt das Museo Etnografico - Antichi Mestieri: In einem Raum zeigt es traditionelle Trachten, stellt die praktische und psychologische Lebensweise früherer Generationen dar und umfasst eine Untersuchung der historischen Geschäfte der überdachten Via del Commercio.
Santa Maria in Doblazio und San Francesco
Die Chiesa di Santa Maria in Doblazio erreichen Sie über einen etwa halbstündigen Aufstieg vom bebauten Ortsbereich aus. Der etwa halbstündige Aufstieg zu Santa Maria in Doblazio ist ein eigener Zeitabschnitt. Historisch war sie die Mutterkirche der Kirchen der Täler Orco und Soana und blieb bis 1879 die Pfarrkirche von Pont. In den unterirdischen Bereichen sind Spuren von Bestattungen vorhanden. Die Geschichte des Ortes verbindet sich hier mit einer klaren kirchlichen und sozialen Bedeutung.
Von der ehemaligen Anlage San Francesco sind nur die Umfassungsmauern und ein kleiner Teil des Portikus erhalten. Die Bruderschaft von San Francesco ließ die Kirche und das Kloster errichten, damit Franziskanerbrüder die arme Bevölkerung von Pont unterstützen konnten. Der erhaltene Bestand verweist damit auf eine frühere religiöse Einrichtung und ihren sozialen Zweck.
Brückenname, Spezialitäten und Wanderbezug
Pont Canavese war im Mittelalter als „Ad Duos Pontes“ bekannt, weil man den Ort über Brücken betrat und eine Maut zahlen musste. Auch im heutigen Ortsbild gibt es einen kulinarischen Bezug: In den Geschäften von Pont Canavese sind der charakteristische Bergkäse Toma und bekannte Grissini erhältlich.
Die Alta Via Canavesana durchquert zwischen Ceresole Reale und dem Soanatal die piemontesische Seite des Parco Nazionale Gran Paradiso.
Weitere Reiseziele
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Rondissone, Marentino, Sparone, Orbassano, None Turin, San Maurizio Canavese, Plan und Sauze D'oulx berücksichtigen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.