Pavone Canavese zwischen Castello und Naturwegen
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Foto: Jomillo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das Castello di Pavone, der Naturlehrpfad Pavone Medievale und die Wege der Paraj Auta geben Pavone Canavese drei klar unterscheidbare Blickwinkel: mittelalterliche Baugeschichte, Wald- und Feuchtlandschaften sowie Wege durch Weinberge bis zu einem Aussichtspunkt. Dazu kommen Kirchen, regionale Spezialitäten und der Carnevale di Pavone – Themen, die sich für eine individuell geplante Italienreise gut nebeneinander betrachten lassen.
Castello, Ricetto und mittelalterliche Kirchen
Das Castello di Pavone entstand im 9. Jahrhundert als befestigte Umfriedung um einen dioritischen Felsvorsprung. Die Anlage diente dem Schutz der örtlichen Bevölkerung. Ihr Wehrturm wurde im 11. Jahrhundert vermutlich von den Bischöfen von Ivrea errichtet. Damit reicht die Geschichte des Schlosses von einer frühen Befestigung bis zu den mittelalterlichen Machtstrukturen der Region.
1870 wurde das Castello di Pavone vom italienischen Staat enteignet. 1885 kaufte Alfredo d’Andrade das Schloss für 7000 Lire und begann anschließend mit den Restaurierungsarbeiten. Das Ricetto wurde auf demselben Hügel wie das Schloss, westlich davon, errichtet. Die räumliche Beziehung zwischen beiden Bauwerken gehört damit zu den konkreten historischen Merkmalen von Pavone Canavese.
Auch die Sakralbauten setzen eigene Akzente. Die Chiesa della Madonna delle Grazie stammt aus dem Mittelalter und wurde im Laufe der Zeit zu einem Wallfahrtsziel. Hinter dem Altar befindet sich als Zeugnis ihrer Blütezeit ein Altarbild aus dem 18. Jahrhundert, das die Jungfrau Maria darstellt. Die Chiesa di San Rocco ist wegen ihrer eleganten barocken Linien im Inneren und ihrer geschwungenen äußeren Formen ein Nationaldenkmal.
Wege durch Wald, Weinberge und Feuchtgebiete
Der historische Naturlehrpfad Pavone Medievale beginnt an der Torre Porta. Sein Verlauf führt durch jahrhundertealte Wälder und kleine Feuchtgebiete. Unterwegs liegen durch Gletscher geglättete große Felsen und halbkugelförmige Felsmulden. Hinzu kommen mittelalterliche Wachtürme, die zu den Mauern des Schlosses gehören.
Die Wege der Paraj Auta führen zunächst durch gepflegte Weinberge und anschließend durch Laubwälder am Südhang des Truc Bunfurnera. An der Abzweigung zur Sète d’la Madona, einer Gletschermühle, verändert sich der landschaftliche Bezug erneut. Von dort gelangt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den gesamten westlichen voralpinen Bogen des Piemont.
Produkte und Festkultur
Zum De.Co.-Register der Gemeinde Pavone Canavese gehören für 2025 Salame della rosa, Salampatata, Toma di capra und Tomino di capra.
Der Carnevale di Pavone findet normalerweise am Sonntag nach dem Karneval von Ivrea statt. Zum Fest gehören die Castellani, Pfeifer, Musikkapellen, allegorische Wagen, Reiter, Fußmasken und Kutschen.
Ein geplanter Radverbindungsweg
Die vorgeschlagene Via Campestre soll die Wege der Paraj Auta in Pavone Canavese mit den bereits erfassten Wegen auf der rechten Seitenmoräne des Ivrea-Moränenamphitheaters in den Gebieten von San Martino Canavese und Scarmagno verbinden.
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