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Chiomonte: Dorfgeschichte, Bergkultur und Avanà

Unterkünfte in Chiomonte

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Chiomonte zwischen Dorfkern und Berggeschichte

Im Zentrum von Chiomonte bewahren enge Straßen, alte Brunnen und verwinkelte Gassen die Merkmale historischer Alpendörfer. Gerade diese Verbindung aus kleinteiligem Ortsbild und alpiner Geschichte macht den Ort für Reisende interessant, die Italien nicht nur über große Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchten. Einen weiteren kulturellen Schwerpunkt bildet die Pinacoteca G. A. Levis. Sie befindet sich in einem Palast des 16. Jahrhunderts, der mit der Familie Paleologo von Chiomonte verbunden ist, und bewahrt eine umfangreiche Gruppe von Gemälden. Diese dokumentiert einen großen Teil des künstlerischen Weges von G. Levis in den Jahren 1900 bis 1926.

File:Viaduct et village de Ramat à Chiomonte (septembre 2024).JPG File:Viaduct et village de Ramat à Chiomonte (septembre 2024).JPG Foto: Florian Pépellin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kunst und sakrale Zeugnisse

Auch außerhalb der Pinacoteca begegnen Ihnen in Chiomonte bedeutende Kunst- und Bauzeugnisse. Die Chiesa di Sant’Andrea in der Fraktion Ramats besitzt einen Renaissance-Freskenzyklus mit Darstellungen der Verkündigung und des Martyriums des heiligen Andreas. Die Chiesa di Santa Caterina wurde in den Jahren unmittelbar nach 1208 als Oratorium für ein Hospital errichtet und bewahrt Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta wird von einem 1432 errichteten Glockenturm im romanischen Dauphiné-Stil überragt. Zusammen eröffnen diese Bauwerke unterschiedliche Zugänge zur langen religiösen und künstlerischen Prägung des Ortes.

Der Pertus: Technikgeschichte im Berg

Der Pertus verbindet Landschaftserlebnis und historische Ingenieursleistung. Zwischen 1526 und 1533 hob ihn der Bergmann Colombano Romean im Auftrag der Bewohner von Cels, einer Fraktion von Exilles, sowie von Ramats, einer Fraktion von Chiomonte, aus. Der Tunnel sollte Wasser aus dem Rio Touilles zur Bewässerung des gesamten Hangs führen. Der Pertus ist etwa 450 Meter lang und weist sichtbare Spuren der Ausschachtung, Lampennischen sowie in den Fels gehauene Darstellungen von Kreuzen, menschlichen Gesichtern und französischen Lilien auf.

Der Zugang führt von der Fraktion Ramats von Chiomonte über eine unbefestigte Straße bis zu den Grange Rigaud auf 1450 m Höhe und anschließend über einen Weg in Richtung Quattro Denti. Im Herbst kann der Pertus bei niedrigem Wasserstand vorsichtig begangen werden. Eine Taschenlampe und Ersatzschuhe sind dabei unbedingt erforderlich.

Winter, Feste und lokale Aromen

Das Skigebiet Pian del Frais liegt in einer Bergfraktion der Gemeinde Chiomonte. Das Pistengebiet gilt als für Familien, Anfänger und Schulgruppen geeignet. Damit ergänzt es die kulturellen Themen des Ortes um eine winterliche Perspektive, ohne dass Chiomonte auf den Wintersport beschränkt wäre. Zum örtlichen Jahreslauf gehört außerdem das Januarfest zu San Sebastiano, das den Tanz der Puento umfasst.

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Eine besondere kulinarische Spur führt zum Wein. Avanà gilt als die repräsentativste Rebsorte von Chiomonte und erhielt 1997 die Denominazione di Origine Controllata. Der Chiomonte-Eiswein „San Sebastiano“ entstand aus der ersten experimentellen Weinlese am 20. Januar 2006 in den Weinbergen der Comunità Montana Alta Valle di Susa, in denen die autochthone Rebsorte „Avanà“ angebaut wird. So verbindet sich in Chiomonte ein historischer Ortskern mit Kunst, Bergbaugeschichte, Winterangeboten, Festkultur und einer eigenständigen Weintradition.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Wenn Sie neben Chiomonte weitere Orte auf dieser Reiseebene entdecken möchten, finden Sie hier eine kompakte Auswahl: Salbertrand, Druento, Chivasso, Settimo Vittone, San Giusto Canavese, Coazze, Rollieres und Vico Canavese.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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