Chiaverano: Via Francigena, Kultur und Natur
Unterkünfte in Chiaverano
Chiaverano verbindet die Via Francigena mit romanischer Kunst, ungewöhnlichen Landschaftsformen, terrassierten Weinbergen und der Rosmarinzucht. Der Ort liegt an der Via Francigena, dem Wegenetz, das von Canterbury nach Rom und zu den Häfen Apuliens führt. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, das sakrale Geschichte, Handwerk, Spazierwege, Wasser und ländliche Kulturlandschaft nebeneinanderstellt. Diese unterschiedlichen Seiten helfen bei der Frage, welche Erlebnisse den Schwerpunkt Ihrer Italienreise bilden sollen.
Romanische Kunst und Handwerk
Die Chiesa di Santo Stefano di Sessano ist die erhaltene Kirche des durch einen Erdrutsch zerstörten Dorfes Sessano und stammt aus der Zeit um das Jahr 1000. Besonders eindrucksvoll ist der Freskenzyklus aus dem 11. und 12. Jahrhundert, der als eines der bedeutendsten Zeugnisse der romanischen Malerei im Canavese gilt. Damit führt ein Besuch in eine sehr frühe Schicht der regionalen Kunstgeschichte.
Eine andere Seite der lokalen Vergangenheit zeigt das Museo del fabbro „la botega del frèr“. Es befindet sich in dem Gebäude, in dem Teatro Majota Mastro Antonio im Jahr 1700 seine Tätigkeit aufnahm. Im Museum treibt ein 1997 erneuertes Wasserrad weiterhin die Arbeitsmaschinen an. Als weithin sichtbares Zeichen des Ortes kommt der Campanile di Chiaverano hinzu: Der Turm ist 65 Meter hoch und auch von den benachbarten Orten aus sichtbar.
Landschaft zwischen Moor, See und Moränenamphitheater
Chiaverano zeigt auch eine Landschaft mit ungewöhnlichen Einzelmotiven. Die Ortschaft Scalveis auf der Serra umfasst 100 Hektar unberührter Landschaft. In den umliegenden gemeindeeigenen Kastanien- und Buchenwäldern stehen die verfallenen ehemaligen Almhütten von Chiaverano. Große, einzeln stehende Findlinge gibt es ebenfalls; sie werden als „Roc“ bezeichnet.
Die Terre Ballerine sind ein Torfmoor, dessen Boden beim Auftreten und Zusammendrücken unter den Füßen sichtbar schwankt. Chiaverano bietet außerdem Ausblicke auf das Ivrea-Moränenamphitheater. Der Lago Sirio wurde von der Region Piemont als Ort von bedeutendem ökologischem Interesse ausgewiesen. Wer Naturphänomene, weite Landschaftsbilder und geologische Formen miteinander verbinden möchte, findet hier sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Wege, Weinberge und Rosmarin
In Chiaverano führen Spazierwege durch Weinberge, Waldpfade, befestigte Maultierpfade und ländliche Wege. Die terrassierten Weinberge werden von schlanken Monopolen getragen, den sogenannten „Culigne“. Diese Weg- und Landschaftselemente machen die örtliche Kulturlandschaft auch dann verständlich, wenn Sie Ihren Aufenthalt eher ruhig und beobachtend planen.
Zur Rosmarinkultur gehören der mittelalterliche Garten Hortus Conclusus bei Santo Stefano und die Bottega del Rosmarino. Der Garten umfasst etwa zwölf Beete mit verschiedenen Rosmarin-Kultivaren, die von April bis September blühen. Die Bottega del Rosmarino präsentiert die ausgewählte Rosmarinzucht der Associazione del Rosmarino in Chiaverano.
Lago Sirio als eigener Reiseakzent
Der Lago Sirio ist einer der wenigen Badeseen des Gebiets; am See gibt es zwei Badeanstalten. Damit ergänzt der See die historischen und landschaftlichen Themen um eine wasserbezogene Möglichkeit für Ihre Tagesplanung. Je nach persönlichem Interesse können Sie in Chiaverano somit romanische Malerei, Handwerksgeschichte, Spazierwege, Weinberge, Moorlandschaft, Aussicht und Baden zu einer individuellen Reiseauswahl verbinden.
Weitere Orte zur Reiseplanung
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch diese Orte vormerken: Fenestrelle, Oulx, Robassomero, San Gillio, San Pietro Val Lemina, Candiolo, Vigone und Sciolze.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.