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Castellamonte: Keramik, Kirchen und die Monti Pelati

Unterkünfte in Castellamonte

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Castellamonte zwischen Keramik und Landschaft

Castellamonte verbindet eine ausgeprägte Keramiktradition mit bemerkenswerter Architektur und der eigenwilligen Landschaft der Monti Pelati. Im Ortsbild begegnen Ihnen Keramikmonumente, historische Kirchen und Museen, während das Naturschutzgebiet einen landschaftlichen Gegenpol bildet. Für eine Reise mit kulturellem Schwerpunkt ebenso wie für eine Planung, die Natur und Ortsgeschichte verbindet, bietet Castellamonte viele konkrete Anknüpfungspunkte.

File:10081 Castellamonte TO, Italy - panoramio (10).jpg File:10081 Castellamonte TO, Italy - panoramio (10).jpg Foto: iw1gfv via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Keramik prägt das Ortsbild

Ein markantes Beispiel ist der Arco di Pomodoro. Der Bogen hat einen Radius von 6 Metern und besteht auf jeder Seite aus 31 verzierten Formelementen, die sich mit glatten Elementen abwechseln. Sämtliche Elemente sind aus greifiertem Terrakotta gefertigt. Zugleich erinnert der Arco di Pomodoro an den Beitrag von Arnaldo Pomodoro zur XXXV. Mostra della Ceramica im Jahr 1995.

Das Museo della Ceramica im Palazzo Botton entstand aus der Raccolta Civica di Terra Rossa und wurde 1993 für die Öffentlichkeit geöffnet. Der moderne Bereich umfasst Werke aus ganz Italien, die von Künstlern der jährlichen Mostra della Ceramica gestiftet wurden, außerdem Arbeiten lokaler Kunsthandwerker und Kreationen der Schüler des Istituto d'Arte. Einen stärker familien- und handwerksbezogenen Zugang bietet die Casa Museo Famiglia Allaira: Dort sind restaurierte Öfen und Franklin-Kamine der Castellamonte-Keramik sowie Werke der Keramikkünstler Angelo Barengo und Renzo Igne zu sehen. Hinzu kommen Tausende restaurierte und katalogisierte häusliche, architektonische und figürliche Objekte aus Keramik von Castellamonte.

Auch die Herstellung selbst gehört zum kulturellen Bild des Ortes. La Castellamonte produziert Keramiköfen in traditionellen und Designlinien und bewahrt dabei alte Herstellungstechniken. Die ehemalige Pagliero-Fabrik ist mit drei Produktionslinien aus dem 19. Jahrhundert sowie aus den 1930er- und 1950er-Jahren verbunden. Der Rundgang der Casa Museo Famiglia Allaira umfasst sieben möblierte Räume und ein Restaurierungsatelier und wird von Familienmitgliedern und Fachleuten des Bereichs geführt.

Kirchen, Kuppelbau und historische Spuren

Die Chiesa di San Rocco stammt aus dem Jahr 1769 und besitzt eine barocke Fassade mit Terrakotta-Elementen. Die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo zeigt eine lebensgroße Krippe aus roter Erde von Castellamonte, ein Werk des Bildhauers Angelo Pusterla. Die Chiesa parrocchiale Natività di Maria Santissima erhielt 1870 ihre heutige Gestalt und besitzt eine barocke Fassade mit drei Keramiktafeln von Alfeo Ciolli.

Die Geschichte dieser Kirche reicht weiter zurück: Sie ist durch Aufzeichnungen aus dem Jahr 1329 belegt. Historisch wurde sie zu einem Ziel öffentlicher Prozessionen und Wallfahrten, besonders an Christi Himmelfahrt und am 8. September. Die Rotonda Antonelliana ist der erhaltene Teil von Alessandro Antonellis großartigem, nicht verwirklichtem Projekt für die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo. Im Sommer beherbergt sie die Mostra della Ceramica von Castellamonte.

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Monti Pelati: eine ungewöhnliche Naturkulisse

Das Naturschutzgebiet Riserva Naturale dei Monti Pelati umfasst auch Gebiet der Gemeinde Castellamonte. Nahezu vegetationsfreie Hügel prägen den Landschaftseindruck; ihr Untergrund besteht hauptsächlich aus Peridotit. An der Oberfläche der Monti Pelati treten Peridotit, Olivin und Magnesit auf. Wegen der spärlichen Vegetation wirkt die Landschaft nahezu mondartig – ein deutlicher Kontrast zu den keramischen und sakralen Motiven des Ortes.

Orientierung für Ihre Planung

Das Castello erreichen Sie zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten über die gepflasterte Via Conti di S. Martino. Für das Naturschutzgebiet ist eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Bahnlinie Torino–Aosta möglich: Die Verbindung führt vom Bahnhof Torino Porta Susa nach Ivrea und anschließend mit der GTT-Buslinie Ivrea–Castellamonte–Valchiusella weiter. Wenn Sie ein Hotel in Castellamonte auswählen, können Sie Ihre Reiseplanung damit an den unterschiedlichen Schwerpunkten ausrichten – an Keramik und Architektur, an historischen Kirchen oder an der Landschaft der Monti Pelati.

Beachten Sie bei der Casa Museo Famiglia Allaira den geführten Rundgang mit seinen sieben möblierten Räumen und dem Restaurierungsatelier. Der Ausstellungsbereich des Centro Ceramico Fornace Pagliero ist nur während der im Kalender angekündigten Veranstaltungen geöffnet. Diese zeitliche Einschränkung gehört ebenso zur praktischen Orientierung wie die ungefähre Gehzeit zum Castello.

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Weitere Reiseziele

Für Ihre weitere Planung: Front, Pragelato, Garibaldi, Torre Canavese, Albiano D’ivrea, Pavarolo, Perosa Argentina, Vidracco.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.