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Castagnole Piemonte: Kirchen, Caritun und Wege durch die Ortsgeschichte

Unterkünfte in Castagnole Piemonte

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Castagnole Piemonte verbindet sakrale Kunst, lokale Esskultur und verschiedene Möglichkeiten, den Ort aktiv oder kulturell zu entdecken. Am Hauptplatz steht die Chiesa di San Rocco. Dazu kommen Kirchen mit Ursprüngen im Mittelalter, eine Kulturtour zu den Arbeiten von Amedeo Lavy, die saisonale Spezialität Caritun sowie Radstrecken und Veranstaltungen. Wenn Sie eine Reise nach Italien planen und dabei Geschichte, regionale Eigenheiten und unterschiedliche Unternehmungen miteinander verbinden möchten, bietet Castagnole Piemonte dafür mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.

File:Edificio a Castagnole Piemonte, città metropolitana di Torino.jpg File:Edificio a Castagnole Piemonte, città metropolitana di Torino.jpg Foto: Addblose via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirchen und Kunst mit eigener Geschichte

Die Chiesa di San Rocco befindet sich am Hauptplatz von Castagnole Piemonte. Ihr Bau begann 1634 aufgrund eines Gelübdes der Einwohner von Castagnole Piemonte an den heiligen Rochus. An der barocken Fassade fallen Schein­säulen und Schein­kapitelle auf. Damit lässt sich der Besuch dieses Gotteshauses besonders gut mit einem Rundgang über den Hauptplatz verbinden, ohne die architektonischen Details nur als dekorativen Hintergrund zu betrachten.

Eine deutlich frühere Zeitschicht ist mit der Chiesa di San Pietro verbunden. Ihre Gründung lässt sich auf etwa das Jahr 1000 zurückführen; erwähnt wird sie in einem Dokument von 1037, das Landolfo, der Bischof von Turin, verfasste. Im Inneren befindet sich ein Fresko der Jungfrau mit dem Kind. Es stammt vermutlich vom Maestro di Cercenasco oder von einem Schüler seiner Schule und wird auf das späte 15. oder frühe 16. Jahrhundert datiert. Die vorsichtige Zuschreibung und die zeitliche Einordnung machen das Fresko zu einem eigenständigen kunsthistorischen Detail des Ortes.

Auch die Chiesa di San Bernardino führt in das 17. Jahrhundert zurück. Sie war damals Sitz der Bruderschaft der Battuti Bianchi und besitzt eine typisch aus dem 17. Jahrhundert stammende Fassade. In der Kirche befindet sich die 1829 entstandene Gipsstatue der Madonna, die Amedeo Lavy schuf. Wer sich für regionale Kunst und die Verbindung zwischen Bauwerk, religiöser Geschichte und einzelnen Künstlern interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Ebenen innerhalb eines Ortes.

Amedeo Lavy und kulturelle Entdeckungen

In Castagnole Piemonte gibt es eine Kulturtour zur Entdeckung der Werke von Amedeo Lavy. Der Künstler war vor und nach der Restauration als Graveur an der savoyischen Münzstätte tätig. Seine Verbindung mit der Gipsstatue der Madonna in der Chiesa di San Bernardino gibt der Tour einen konkreten Bezugspunkt. Für Ihren Aufenthalt bedeutet das: Kunst lässt sich hier nicht nur über ein einzelnes Werk betrachten, sondern als Thema eines eigenen kulturellen Weges kennenlernen.

Zum kulturellen Ortsleben gehört außerdem die Lesegruppe „Profumo di Pagine“. Sie trifft sich am zweiten Freitag jedes Monats abends in der Gemeindebibliothek von Castagnole Piemonte; auch Zuhörer können frei teilnehmen. Dieses regelmäßige Angebot richtet sich nicht ausschließlich an aktive Leserinnen und Leser, sondern öffnet die Treffen ausdrücklich auch für Menschen, die zuhören möchten.

Caritun: eine saisonale Spezialität

Eine besondere kulinarische Seite Castagnole Piemontes ist Caritun. Dabei handelt es sich um eine runde, flache, Focaccia-artige Süßspeise mit einem Hefeteigboden und spiralförmig angeordneten Erdbeertrauben. Caritun ist stark saisonabhängig und kann nur im Herbst sowie im ersten Teil des Winters zubereitet werden. Die Spezialität gehört damit zu den Themen, bei denen die Jahreszeit für die Reiseplanung eine konkrete Rolle spielt. Caritun erhielt außerdem die kommunale De.Co.-Bezeichnung von den Gemeinden Piobesi Torinese und Castagnole Piemonte.

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Radstrecken, Abendveranstaltungen und Bewegung

Für Radreisende ist Castagnole Piemonte mit mehreren unterschiedlichen Routen verbunden. Die 109 km lange Rundstrecke „Le residenze sabaude“ verläuft von Moncalieri (Le Vallere) über Santena, die Abbazia di Casanova, Caramagna, Racconigi, Pancalieri, Castagnole Piemonte, Candiolo und Stupinigi zurück nach Moncalieri (Le Vallere). Die Route verbindet damit Castagnole Piemonte mit einer längeren Rundfahrt durch mehrere Orte und Sehenswürdigkeiten.

Die MTB-Route Virle Piemonte führt am Rand von Castagnole Piemonte an der dem heiligen Antonius Abt gewidmeten Kapelle Sant’Antonio Abate vorbei. Die Kapelle wurde vermutlich im 17. Jahrhundert errichtet, um den Ort vor Seuchen zu schützen. Außerdem führt die Route am Eingang des Castello dei Marchesi Romagnano vorbei. Wenn Sie unterschiedliche Streckenlängen und Landschaftseindrücke miteinander abwägen, bieten die 109 Kilometer der Rundstrecke und die MTB-Route zwei klar verschieden angelegte Möglichkeiten zur Orientierung.

Bei „Mangè an n’autra cort“ verwandelt sich das Zentrum von Castagnole Piemonte in einen gastronomischen Rundgang unter freiem Himmel und bei Nacht. Ergänzend kann Biodanza in Castagnole Piemonte von allen praktiziert werden; Vorkenntnisse im Tanzen sind nicht erforderlich. So reicht das Spektrum von regionalem Essen und abendlicher Atmosphäre bis zu einer offenen Bewegungsform, während Caritun besonders den Herbst und den ersten Teil des Winters prägt.

Weitere Orte entdecken

Wenn Sie Castagnole Piemonte mit weiteren Orten vergleichen möchten, können Sie Ihre Reiseplanung hier fortsetzen: Roletto, Foglizzo, San Giorgio Canavese, Bobbio Pellice, Meana di Susa, Buttigliera Alta, Palazzo Canavese, Azeglio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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