Banchette: Castello, Kirche und lokale Traditionen
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Foto: Ambra75 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Banchette erschließt sich besonders über die Verbindung von Baugeschichte, örtlicher Tradition und regionaler Esskultur. Das ursprüngliche Castello di Banchette entstand um 1200 als Festung. Das heutige Castello di Banchette wurde im 19. Jahrhundert auf älteren Ruinen als neugotische Wohnvilla rekonstruiert. Die beiden Entwicklungsstufen geben dem Castello eine historische Tiefe: Seine Gestalt verweist sowohl auf den festungsartigen Ursprung als auch auf die spätere Rekonstruktion. Für Sie lässt sich an diesem Bauwerk nachvollziehen, wie ein Ort historische Formen bewahren und zugleich eine spätere architektonische Gestalt tragen kann.
San Cristoforo auf dioritischem Felsen
Ein zweiter architektonischer Akzent liegt in der Chiesa Parrocchiale di San Cristoforo. Sie wurde um 1800 nach einem ersten Entwurf von Ignazio Girelli umgestaltet. Die Kirche steht auf einem großen dioritischen Felsen, der über eine breite Treppe erreichbar ist. Ihre neoklassizistische Fassade besitzt einen vorgelagerten steinernen Portikus und eine steinerne Balustrade. Gerade die Verbindung von Fels, Treppe und steinernen Fassadenelementen macht diesen Bau für Besucher interessant, die Architektur nicht losgelöst, sondern in ihrer baulichen Umgebung von Banchette betrachten möchten. Die breite Treppe führt zum dioritischen Felsen, während Portikus und Balustrade die neoklassizistische Front aus Stein der Kirche ergänzen.
Karneval und vereinbarte Führungen
Auch der Carnevale Banchettese gehört zur örtlichen Prägung des Ortes. Er ist ein traditioneller örtlicher Karneval; seine Hauptfiguren sind Cossatera und Cossatè. Der Carnevale findet nachts statt. Dieses klare zeitliche Merkmal ist für Sie dann relevant, wenn Sie kulturelle Eindrücke nicht nur an Bauwerken, sondern auch an einer lokalen Festtradition festmachen möchten. An mit den Eigentümern vereinbarten Terminen führen Freiwillige des Circolo Banchette in Zusammenarbeit mit dem Istituto di Istruzione Superiore Giovanni Cena, Fachrichtung Tourismus, Besucher durch den Park und zum Castello di Banchette.
Rundkurs und UNESCO-Welterbestätte
Das Castello di Banchette gehört außerdem zum Rundkurs „Castelli aperti“. Die UNESCO-Welterbestätte „Ivrea, industrial city of the 20th century“, 2018 eingetragen, umfasst eine kleine Fläche innerhalb der Grenzen von Banchette. Damit treffen in Banchette ein Castello mit Bezug zu einem Rundkurs und ein räumlich klar begrenzter Teil einer eingetragenen UNESCO-Welterbestätte aufeinander. Für Sie entsteht so ein kulturelles Profil, das sowohl einzelne Bauwerke als auch einen größeren historischen Zusammenhang berücksichtigt.
Maistradition und lokale Spezialitäten
Zur lokalen Esskultur gehört Pignoletto Rosso del Canavese. Es ist eine alte Maissorte, die durch die engagierte Arbeit einer Gruppe von Landwirten wiedergewonnen wurde. Bei der Sagra del Mais Pignoletto Rosso di Banchette werden Polentagerichte aus Pignoletto und weitere lokale Spezialitäten zum Verkosten angeboten. Für Sie verbindet dieser Themenbereich die Geschichte einer alten Sorte mit einer kulinarischen Tradition und ergänzt die architektonischen sowie festlichen Seiten Banchettes um einen klaren Bezug zur Landwirtschaft.
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