Revello zwischen Kunst, Natur und Monbracco
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Foto: Fondo Antiguo de la Biblioteca de la Universidad de Sevilla via Wikimedia Commons, Public domain
Revello zwischen Kunst, Natur und Monbracco
Revello verbindet ein historisch geprägtes Ortszentrum mit Naturthemen und Wegen in der Umgebung. Das Zentrum liegt am Fuß des Mombracco; vor Ort heißt er „Berg Leonardos“. Im historischen Zentrum befindet sich das Museo Naturalistico del fiume Po. So treffen in Revello Ortsgeschichte, Landschaft und naturkundliche Einblicke auf engem thematischem Raum zusammen.
Kunst und Geschichte im Ortszentrum
Die Collegiata della Beata Vergine Assunta wurde ab 1483 errichtet und im piemontesischen gotischen Stil gestaltet. An ihrer Fassade fällt das auf 1534 datierte Renaissanceportal von Matteo Sanmicheli auf. Zur Ausstattung gehört außerdem ein auf 1503 datiertes Altarbild, das Hans Clemer zugeschrieben wird. Mehrere Epochen lassen sich damit an einem Bauwerk nachvollziehen.
Die Cappella Marchionale befindet sich im einzigen erhaltenen Turm der ehemaligen Burg von Revello. Sie ist spätgotisch gestaltet, besitzt ein einschiffiges Mittelschiff und eine halbkreisförmige Apsis. Um das 15. Jahrhundert wurde sie vollständig mit Fresken ausgemalt. Führungen werden nach vorheriger Reservierung angeboten und geben der Besichtigung einen klaren zeitlichen und architektonischen Rahmen.
Natur zwischen Po-Gebiet und Staffarda
Das Museo Naturalistico del fiume Po ist für alle zugänglich und verfügt über einen Raum für Filmvorführungen sowie ein kleines pädagogisches Labor. Die geologische Abteilung zeigt grüne Steine aus dem Monviso-Gebiet, aus denen früher wertvolle Jadeitstücke gewonnen wurden. Damit reicht das Museum von regionaler Geologie bis zu verständlich aufbereiteten Naturthemen.
Die ZSC „Boschi e colonie di Chirotteri di Staffarda“ erstreckt sich auch über Revello und wird vom Parco del Monviso verwaltet. Ein Infrarotmonitor an der ZSC ermöglicht es Besuchern, die Fledermauskolonie zu beobachten, ohne sie zu stören. Auf dem Gelände der Tenuta agricola di Staffarda versammeln sich jedes Jahr etwa im April rund 1.200 weibliche Fledermäuse zur Fortpflanzungszeit.
Wege, Ausblicke und Pausen
Ein Weg verläuft entlang der alten befestigten Mauern und bietet Ausblicke in Richtung Saluzzo. Er erreicht die Cappella di Santa Sofia, an der eine Picknickfläche und ein Brunnen liegen. Die Cappella di Santa Sofia stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist von zahlreichen Picknicktischen umgeben. Die Falesia di Santa Lucia ist mit Kletterrouten ausgestattet.
Am Weg Cappelle di Revello liegt der Campanile delle Ore an einer außergewöhnlich aussichtsreichen Stelle. Kultur und Bewegung lassen sich dadurch in unterschiedlichen Abschnitten verbinden, ohne dass die historischen Bauwerke und die Landschaft zu getrennten Themen werden.
Staffarda praktisch einordnen
Zur Abbazia di Santa Maria di Staffarda gehören eine Abteikirche und ein quadratischer Kreuzgang. Führungen durch die Abtei werden von der Associazione Dialogart organisiert und müssen reserviert werden. Vor der Abbazia steht auf dem Vorplatz kostenloser Parkplatz zur Verfügung. Für die Besichtigung ist außerdem eine kostenlos herunterladbare Audioguide-App auf Italienisch, Englisch, Französisch und Deutsch verfügbar.
Für die Orientierung zwischen Revello, Saluzzo, Cavour und Staffarda ist die Granda-Bus-Linie 112 relevant: Die Abbazia di Santa Maria di Staffarda ist von Saluzzo und Cavour aus mit dieser Linie erreichbar. Wer die Umgebung zu Fuß erkundet, findet am Weg historische Mauern, die Cappelle di Revello und die aussichtsreiche Lage des Campanile delle Ore.
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