Genola: Kirchen, Rathauspalais und Quaquare
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Historisches Genola zwischen Palais und Kirchen
In Genola treffen lokale Esskultur und eine vielschichtige Sakral- und Baugeschichte aufeinander. Das Rathauspalais wurde etwa zur Mitte des 18. Jahrhunderts von den Vitale – Grafen von Genola sowie Markgrafen von Ceva und San Vitale (Sant'Antonio Baligio) – errichtet. Teile des Gebäudes bewahren die ursprünglichen architektonischen Linien: Dazu zählen die Säle im Piano nobile, die Fassade, die Freitreppe und die zum Innenhof gerichtete Loggia. An der Südseite des Schlosses entstand 1759 die Villa Tapparelli. Carlo Giovenale Tapparelli, ein direkter Nachkomme Gioffredos, errichtete sie unter Nutzung der Ruinen einiger älterer Bauwerke.
Die Pfarrkirche San Michele Arcangelo wurde zwischen 1913 und 1924 im neugotischen Stil neu gestaltet. Der damalige Pfarrer Bartolomeo Adamo beauftragte damit die Architekten Annibale Galateri und Francesco Giuseppe Momo. In der Kirche befindet sich eine Orgel aus dem Jahr 1856, die von der Firma beziehungsweise von den Brüdern Vegezzi-Bossi gefertigt wurde. Hinzu kommt eine der drei Holzstatuen von Giovanni Battista Bernero, die La Madonna dei giovani heißt. Ein Fresko aus dem Jahr 1480 zeigt die heilige Lucia und die heilige Katharina von Alexandrien.
Die Kirche der Bruderschaft der Unbefleckten Empfängnis wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Barockstil errichtet. Ihr einschiffiges Inneres besitzt ein Tonnengewölbe. Um den der Jungfrau der Unbefleckten Empfängnis geweihten Hauptaltar befinden sich fünf Gemälde aus dem 17. Jahrhundert: der heilige Vinzenz Ferrer, der heilige Marzian, die Unbefleckte zwischen den Heiligen Laurentius und Marzian, die Geburt Mariens und der heilige Michael der Erzengel. Die ehemalige Kirche beherbergte ein Fresko der Kreuzigung aus dem 15. Jahrhundert; heute wird es im Rathauspalais von Genola aufbewahrt. Das Priorat San Nazario wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts von Benediktinermönchen der Abtei Santi Vittore e Costanzo di Villar San Costanzo gegründet und diente vor Ort als wichtiges Zentrum der geistlichen Betreuung der Bevölkerung sowie als Bezugspunkt für die Verbreitung von Kultur. Die erste überlieferte Erwähnung der Cappella di Santa Maria stammt aus einem Dokument aus dem Jahr 1263, in dem vom „boscho Sancte Marie“ die Rede ist.
Radrundfahrt und lokale Spezialität
Eine Radrundfahrt erreicht bei Kilometer 19,3 den Bahnhof von Genola. Innerhalb Genolas führt die Route an der Via Pirandello an einer Grünanlage mit Teich entlang. Die Cappella di Santa Maria, die früher Santa Maria del Bosco hieß, liegt in freier Landschaft wenige Kilometer vom Ortszentrum Genolas entfernt. Dank der großen Wiese davor eignet sie sich als Ziel für eine Fahrradtour.
Zum lokalen Charakter gehören die Quaquare. Sie sind für Genola typische Kekse aus weißem Mehl mit rauer Oberfläche. Ein Teigstreifen bildet ihre charakteristische Form: Er wird zu einem Tropfen oder, nach anderer Auffassung, zu einem Herzen geformt. Die Quaquare gehören zu den traditionellen agroalimentären Produkten des Piemont und werden traditionell in der Gemeinde Genola sowie in den umliegenden Orten hergestellt. Ab Mai wird jedes Jahr die Sagra delle Quaquare veranstaltet. Sie umfasst Konzerte, sportliche und kulturelle Veranstaltungen sowie Themenessen, die der örtlichen Bevölkerung offenstehen.
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