San Michele: Geschichte, Landschaft und lokale Küche

San Michele am Rand des Hochplateaus

San Michele und Dusino liegen beide am Rand des Hochplateaus von Villanova d’Asti, bevor das Gelände zu den Tälern der Bäche Traversola und Stanavasso abfällt. Für die Orientierung vor Ort ist diese Landschaftsbeziehung ein hilfreicher Rahmen: San Michele steht nicht nur für seine Bauwerke, sondern ebenso für den Übergang zwischen Hochfläche und den Bachtälern von Traversola und Stanavasso. Wer eine Reise nach Italien gern über konkrete Orte, Wege und regionale Eigenheiten erschließt, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Im Gemeindegebiet von Dusino San Michele ist der ausgeschilderte Cammino di Rino ein Weg, der an der Fundstelle des fossilen Skeletts beginnt. Im Gebiet der Gemeinde Dusino San Michele wurde ein vollständiges Skelett eines prähistorischen Nashorns (Rhinoceros etruscus) gefunden. Für Ihre Planung können Sie daher zwischen einem ausgeschilderten Weg und einem naturgeschichtlichen Thema unterscheiden.

Schloss, Kirche und mittelalterliche Spuren

Am Hauptplatz von San Michele steht ein Schloss, das im 14. Jahrhundert errichtet und später im neugotischen Stil umgestaltet wurde. Gerade diese Abfolge macht das Gebäude für Besucher interessant: An ihm lassen sich mittelalterlicher Ursprung und eine spätere stilistische Veränderung gemeinsam betrachten.

Die Kirche San Michele stammt überwiegend aus dem 13. Jahrhundert und besitzt eine halbkreisförmige Apsis mit mittelalterlichen Lanzettfenstern. Die dem heiligen Michael geweihte Pfarrkirche soll die Kirche gewesen sein, um die herum das Dorf in der Mitte des 12. Jahrhunderts entstand. So begegnen Ihnen in San Michele sowohl präzise erkennbare Bauformen als auch die vermutete Rolle der Pfarrkirche bei der Entstehung des Dorfes.

Die ersten Nachrichten über San Michele stammen aus dem 12. Jahrhundert. Damals schenkte der Bischof den Ort den Benediktinerinnen von Sant’Anastasio d’Asti. In Verbindung mit der mittelalterlichen Kirche und dem Schloss entsteht so eine zeitliche Spur vom 12. bis zum 14. Jahrhundert, die durch die spätere neugotische Umgestaltung des Schlosses ergänzt wird.

Im Ortsteil San Michele wurde das Castello Raggi zu einer herrschaftlichen Residenz umgestaltet. Das Castello Raggi bewahrt Teile seiner mittelalterlichen Bausubstanz; zu ihm gehört außerdem ein Park. Das Ensemble verbindet damit mittelalterliche Bauteile, die Umgestaltung zur herrschaftlichen Residenz und einen zugehörigen Park.

Lokale Küche mit eigenem Namen

Zum lokalen Charakter gehört der „cossot“, ein Zucchino aus Dusino San Michele, der die De.Co.-Zertifizierung (Denominazione Comunale) trägt. Damit steht in San Michele eine regionale Spezialität neben den historischen Sehenswürdigkeiten und der Landschaft am Hochplateau.

Mit „Cussot e gugalè“ gibt es außerdem ein lokales Gericht aus Gnocchi und Zucchini. Die beiden Bezeichnungen führen zu unterschiedlichen Seiten der lokalen Küche: Der cossot bezeichnet das Gemüse, während „Cussot e gugalè“ für die Kombination aus Gnocchi und Zucchini steht. Wenn Sie regionale Spezialitäten über ihre Namen und Zutaten kennenlernen möchten, bietet San Michele dafür konkrete Anknüpfungspunkte.

Weitere Reiseziele für Ihre Planung: Monale, Robella, San Damiano D'asti, Ferrere, Castagnole Monferrato, Revigliasco D'asti, Monastero Bormida, Castel Boglione.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asti.

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