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Morano Sul Po: Kirchen, Reiseroute und Industriegeschichte

Unterkünfte in Morano Sul Po

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchen und historische Spuren in Morano Sul Po

Morano Sul Po zeigt seine Geschichte an mehreren sehr unterschiedlichen Orten: in Kirchen mit mittelalterlichen und barocken Kunstwerken, an ehemaligen Industriestätten und in der Landschaft des Reisanbaus. Wer den Ort aufmerksam erkundet, begegnet dabei sowohl sakraler Baugeschichte als auch Erinnerungen an Arbeit, Transport und die frühere Nutzung einzelner Gebäude.

File:Cimitero Morano sul Po 02.jpg File:Cimitero Morano sul Po 02.jpg Foto: Photo: Ivan Ruggiero I'd appreciate if you could mail me (ivanrugg+credit@gmail.com) if you want to use this picture out of the Wikimedia project scope. Please attribute as: Ivan Ruggiero (Wikimedia)

Die Chiesa Parrocchiale di San Giovanni Battista wurde auf den Überresten einer kleinen Kapelle wiederaufgebaut. Diese Kapelle war zusammen mit der Burg des Ortes während der Auseinandersetzungen zwischen den Markgrafen von Monferrato und den Vercellesern zerstört worden. Im Inneren befinden sich zwei kostbare barocke Beichtstühle aus Holz, die aus dem Santuario di Crea stammen. Der Eingang liegt an der Piazza Aldo Moro und an der Via M. Bavoso unmittelbar an der Straße.

Auch die Chiesa di San Pietro Martire führt weit in die Geschichte des Ortes zurück. Dominikanermönche erbauten sie vor 1400; früher war der Kirche ein Kloster angeschlossen. Im rechten Seitenschiff befindet sich ein auf 1478 datiertes Triptychon. Der Eingang liegt direkt an der Via San Pietro Martire auf Straßenniveau, sodass sich die Lage des Bauwerks unmittelbar im Straßenraum von Morano Sul Po nachvollziehen lässt.

Die Chiesa della Santa Trinità stammt aus der Zeit vor 1608. An ihr war eine Bruderschaft ansässig, die Pilgern und Genesenden früher Unterkunft bot. Diese historische Funktion gehört zur überlieferten Geschichte des Sakralbaus und ist nicht mit einem heutigen Unterkunftsangebot gleichzusetzen. Der Eingang der Kirche liegt direkt an der Via Pietro Gallo.

Industriegeschichte mit sichtbaren Spuren

Ein ungewöhnliches Zeugnis der regionalen Arbeits- und Industriegeschichte ist der Arco di Morano sul Po. Unione Cementi Marchino beziehungsweise Unicem di Casale Monferrato errichtete die parabolische Bogenstruktur 1951 nach einem Entwurf des Ingenieurs Guido Sarti. Sie ermöglichte der Seilbahn, beim Transport des Zementmergels aus der Mine Palazzina Borino di Coniolo zur Zementfabrik von Morano die Staatsstraße sicher zu überqueren. Der Arco blieb bis etwa 1958 in Betrieb; die Angabe markiert ausdrücklich einen ungefähren Zeitraum.

In der Nähe des Arco di Morano sul Po wurde ein Zentrum zur Vermittlung der industriellen Erinnerung eingerichtet. Dazu gehören ein Container mit dem Namen „Heritage in a box“ und eine interaktive Web-App. Der Arco ist direkt von der Provinzstraße SP31Bis di Morano sul Po aus sichtbar. Alternativ können Sie auf dem nahegelegenen Parkplatz beim Geschäft „100% moto“ parken und das Bauwerk von dort zu Fuß betrachten.

Eine weitere industrielle Spur liegt im Ortsteil Due Sture. Dort wurde eine alte Brennerei in das Monumento al Lavoro „La Vecchia Fornace“ umgewandelt. Das Monumento al Lavoro ist nur von außen sichtbar. Für die Besichtigung gehört diese Einschränkung daher zur praktischen Orientierung vor Ort: Der bauliche Eindruck entsteht an der Außenseite, nicht durch einen Besuch im Inneren.

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Grangia di Pobietto und Reisanbaugebiet

Die Grangia di Pobietto eröffnet einen anderen Blick auf Morano Sul Po. Sie liegt im Zentrum eines weitläufigen Reisanbaugebiets auf erhöhtem Gelände, das sicherer ist als die angrenzenden, stärker überschwemmungsgefährdeten Flächen. Dadurch wird der Zusammenhang zwischen Bauwerk und Landschaft besonders deutlich: Die Grangia steht nicht losgelöst von ihrer Umgebung, sondern inmitten einer von Reisfeldern geprägten Fläche.

Zur Grangia di Pobietto gehören ein mittelalterlicher Torturm und ein Teil einer Mauer mit einer Spitzbogeneinfassung. Diese Bauteile geben dem Ort ein klar erkennbares historisches Gepräge. Zugleich liegt die Grangia an der VEN.TO-Radroute zwischen Venedig und Turin. Für Radreisende verbindet sich hier die Betrachtung mittelalterlicher Architektur mit einer Route, die zwei italienische Städte miteinander verknüpft.

Innerhalb der Grangia di Pobietto in Morano sul Po befindet sich außerdem ein Picknickbereich. Damit lässt sich der Aufenthalt an diesem historischen Ort auch mit einer Pause in der Landschaft des Reisanbaugebiets verbinden. Die Kombination aus Torturm, Mauerfragment, erhöhter Lage, Reisanbau und Radroute macht die Grangia zu einem eigenständigen Schwerpunkt neben den Kirchen und den industriellen Erinnerungsorten.

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Weitere Ziele entdecken

Wenn Sie Morano Sul Po mit weiteren Orten verbinden möchten, können Sie auch Prasco, Camagna Monferrato, Pecetto, Cassine, Momperone, Montecastello, Spinetta Marengo und Carbonara Scrivia entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alessandria.