Grognardo: Burg, Geschichte und Wälder
Unterkünfte in Grognardo
Die Ruinen der Burg von Grognardo stammen aus dem 13. Jahrhundert und überragen den gleichnamigen Ort.
Burg und Gestein am Aufstieg
Auf dem markierten Weg vom Ort hinauf zur Burg lassen sich nacheinander Aufschlüsse von drei verschiedenen Gesteinsarten beobachten. Wer diesen Weg einplant, sollte neben den Burgruinen daher auch Zeit für die Gesteinsbeobachtungen entlang der Strecke vorsehen.
Im 16. Jahrhundert war die Siedlung um die befestigte Burg von dicht aneinandergebauten Häusern und drei Toren geprägt. Die drei Tore erleichterten im Gefahrenfall die Verteidigung des Ortes und seiner Bewohner.
Palazzo, Kirche und Ortsgeschichte
Der Palazzo Beccaria Incisa ist ein Adelspalais aus dem 16. Jahrhundert. In ihm befindet sich ein Gemälde der piemontesischen Schule aus dem 17. Jahrhundert, das einen berittenen Mann bei der Führung bewaffneter Truppen darstellt. Das Bauwerk und das Gemälde verbinden somit Architekturgeschichte mit einer konkreten historischen Darstellung.
Die Chiesa di S. Felice war früher Eigentum der Mönche von S. Pietro di Acqui Terme und später der Adelsfamilie Beccaria, danach Beccaro. Zugleich gilt sie als jahrtausendealte Pieve. An diesem Bauwerk begegnen sich damit kirchliche Vergangenheit und adelige Besitzgeschichte.
Erinnerung an die Kriegszeit
Nach dem 8. September 1943 und der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg fand das jüdische Ehepaar der genuesischen Familie Urman in Grognardo Zuflucht. Am 16. Januar 1979 erhielten Francesco und Elsa Garofalo von Yad Vashem in Jerusalem die Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern“ für ihre Hilfe für die Familie Urman. Die zeitliche Abfolge reicht damit von der Zuflucht während der Besetzung bis zur späteren Anerkennung im Jahr 1979.
Wälder und Patronatsfest
In den Wäldern von Grognardo sind Wander- und Reitausflüge möglich. Die Patronatsfeier von Grognardo ist dem heiligen Andreas gewidmet und findet am 30. November statt. Wer diesen festen Termin für einen Aufenthalt in Grognardo wählt, kann den Besuch der Wälder mit dem Patronatsfest im Jahreskalender des Ortes verbinden.
Anreise nach Grognardo
Mit dem Auto ist Grognardo über die A26 mit der Ausfahrt Ovada und der Staatsstraße 456 del Turchino oder über die Ausfahrt Alessandria Sud und die Staatsstraße 30 di Val Bormida erreichbar. Die beiden Straßenvarianten unterscheiden sich somit durch die gewählte Ausfahrt und die anschließende Staatsstraße.
Der Bahnhof Visone liegt 5 km von Grognardo entfernt und gehört zur Bahnlinie Acqui Terme–Ovada–Genova. Für eine Anreise mit der Bahn ist Visone damit der örtliche Bezugspunkt; die Bahnlinie verbindet Acqui Terme, Ovada und Genova.
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