Pescopennataro: Stein, Wald und Wege
File:Pescopennataro - Chiesa della Madonna delle Grazie.jpg
Foto: Pietro via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Pescopennataro verbindet eine ausgeprägte Steinkultur mit geschichtsträchtigen Bauwerken, naturkundlichen Wegen und Wäldern in der näheren Umgebung. Wenn Sie für Ihre Italienreise Kultur und Bewegung verbinden möchten, finden Sie hier ein Museum und Kirchen sowie naturkundliche Wege, Kletterrouten, einen Radweg und winterliche Loipen.
Steinbearbeitung und historische Orte
Das Museo Civico della Pietra „Chiara Marinelli“ beherbergt mehr als 1.600 Artefakte aus Feuerstein und Kalkstein. Das Museum vermittelt die pescolanesische Tradition der Steinbearbeitung, für die sich ab etwa 1700 eine künstlerische Schule der Steinmetze herausbildete. Zum geborgenen Material gehören archaische Werkzeuge des Altpaläolithikums ebenso wie besonders fein gearbeitete Werkzeuge aus dem Neolithikum.
Mehrere Bauwerke ergänzen dieses steinerne Erbe. Die Chiesa madre di S. Bartolomeo Apostolo stammt aus dem Jahr 1654. Die Porta Di Sopra ist ein mittelalterliches Bogentor in Pescopennataro. Die Madonna delle Grazie ist eine einschiffige Kirche, deren Gestaltung die Illusion von drei Schiffen erzeugt.
Eine eigene religiöse Tradition ist mit der Eremo di San Luca verbunden. Die Einsiedelei befindet sich in einer Kalksteinhöhle auf etwa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel. Bei der jährlichen Prozession zu San Luca wird das Bild am 10. September von der Eremo di San Luca nach Pescopennataro gebracht und am 18. Oktober zu Fuß zur Einsiedelei zurückgetragen.
Im Pinienwald Bosco dell’Impero führt der Parco di Pinocchio an einem Weg mit Skulpturen vorbei, die Szenen aus dem Leben von Pinocchio darstellen.
Wälder, Felswände und Quellen
Im Gebiet von Pescopennataro liegen die beiden Gebiete von gemeinschaftlichem Interesse Bosco della Vallazzuna und Bosco degli Abeti Soprani; dort gibt es ein Netz naturkundlicher Wege. Auch der historische Tratturo „Ateleta-Biferno“ durchquert das Gebiet von Pescopennataro.
In den Wäldern der näheren Umgebung kommen Weißtannen zusammen mit Fichten, Buchen und Zerreichen vor. Ein geologischer Akzent liegt im westlichen Teil des bebauten Gebiets: Das Geosit „faglie trascorrenti di Pescopennataro“ umfasst sichtbare Beispiele von Blattverschiebungsstörungen entlang der Felswände.
Die Sorgenti del Rio Verde liegen unweit des Ortszentrums. Dort gibt es oligomineralisches Wasser, einen ausgestatteten Picknickbereich und einen Verpflegungspunkt; bei den Quellen befindet sich außerdem ein Campingbereich.
Wege und Aktivitäten
Der Weg S2 La Morgia–Abeti Soprani ist 3,1 Kilometer lang, hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad und kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd begangen beziehungsweise befahren werden. Im Parco La Mandra befindet sich ein Radweg.
An den Kalksteinwänden von Pescopennataro gibt es überwiegend Einseillängen-Kletterrouten mit Schwierigkeitsgraden von 4 bis 7. In der Umgebung liegen außerdem in den Ortsteilen La Pescara und La Gallina Langlaufloipen; in La Pescara befindet sich ein Teil dieser Loipen.
Sommerprogramm und Spezialitäten
Estate Pescolana gilt als Veranstaltungsprogramm, das von Juli bis August in Pescopennataro stattfindet. Zur Festa della Scamorza e della Lesca Cincialosa gehören typische Geschmacksrichtungen des Berglands von Molise, darunter „schiaffune“ und „pallotte“.
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