Mogliano Macerata zwischen sakraler Kunst und Handwerk

File:Mogliano panorama 2020.jpg File:Mogliano panorama 2020.jpg Foto: Ermanon via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mogliano Macerata verbindet kunsthistorische Zeugnisse, lebendige Handwerkstraditionen und ruhige Wege durch den Ort und seine Landschaft. Wer für eine Italienreise eine kulturorientierte Station mit Spaziergängen und regionalen Eindrücken plant, findet hier unterschiedliche Themen auf engem erzählerischem Raum: Kirchen und Theater, Museen und Werkstätten, einen Flusspark sowie Olivenöl aus lokaler Herstellung.

Sakrale Kunst und historische Architektur

Der Palazzo Forti wurde zwischen dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert errichtet. Er bewahrt zeitgenössisches Mobiliar, Gemälde, Dekorationen, Holzdecken und ein mit Fresken ausgeschmücktes Studiolo. In der Kirche Santa Colomba gehören ein Kreuzgang mit freskierten Lünetten, eine thronende Madonna von Durante Nobili aus dem Jahr 1554 und eine von G. B. Fagiani freskierte Kassettendecke zu den prägenden Details.

Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche Santa Maria di Piazza liegt an der Piazza Garibaldi. In ihrem Inneren befindet sich Lorenzo Lottos berühmtes Altarbild mit der Darstellung der Himmelfahrt und den Heiligen Johannes dem Täufer, Antonius, Maria Magdalena und Josef. Die Pala dell’Assunta di Lorenzo Lotto wurde 1547 von Bürgermeister Giacomo Boninfanti für diese Kirche in Auftrag gegeben und wird im Ausstellungsort des MASM – Museo Arte Sacra di Mogliano aufbewahrt. Das Museo di Arte Sacra di Mogliano bewahrt außerdem Gemälde, Statuen und Reliquiare aus den Kirchen der Umgebung.

Handwerk, Theater und lokale Erzeugnisse

Das Museo delle Terre Artigiane bietet Ausstellungen, Workshops und pädagogische Aktivitäten an, mit besonderem Schwerpunkt auf der Flechtkunst. Diese Ausrichtung lässt sich mit Moglianos Handwerkstradition verbinden: Produkte aus Binsen und Weidenruten, Lederverarbeitung sowie die Verarbeitung von Stoffen und Wolle gehören zu den überlieferten Arbeitsfeldern des Ortes. Die Route „Tipicità di Lusso“ führt durch Werkstätten und Labore von Kunsthandwerkern und thematisiert Flechtarbeiten aus Weide und Binse, Lederverarbeitung sowie die historische Strickkunst.

Auch das Teatro Apollo an der Piazza Garibaldi erweitert das kulturelle Bild Moglianos. Das im 19. Jahrhundert erbaute Theater beherbergt Aufführungen sowie historisch und kulturell bedeutende Initiativen. Einen kulinarischen Bezug bietet das Frantoio Ginobili di Ginobili Simone in Mogliano: Dort werden Oliven gemahlen und Olivenöl direkt verkauft.

Spaziergänge und Wege am Ete Morto

Für eine ruhigere Seite des Aufenthalts steht der Parco Fluviale di Santa Croce. Die sechs Hektar große Grünfläche liegt am Fluss Ete Morto und bietet Picknickbereiche mit Holztischen und Grills. Eine Route mit Start und Ziel an der Chiesa di Santa Croce umfasst eine sechs Kilometer lange Hauptstrecke; zusätzlich gibt es eine kürzere Variante von vier Kilometern. Die beiden Streckenlängen geben Ihnen eine klare Grundlage, wenn Sie Ihre Tagesplanung an verfügbare Zeit und gewünschtes Gehtempo anpassen möchten.

Mogliano bewahrt Teile seiner mittelalterlichen Stadtmauern. Bei einem Spaziergang durch den Ort können Sie durch die Straßen gehen, auf kleinen Plätzen verweilen und unerwartet schöne Ansichten entdecken. Zusammen mit der Kirche San Gregorio Magno entsteht dabei ein Weg durch verschiedene historische Schichten: Das Gotteshaus hat franziskanische Ursprünge, stammt aus dem 14. Jahrhundert und liegt an der Via Roma vor einer monumentalen Freitreppe.

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