Olgiate Olona: Villa, Kirchenkunst und Wege am Olona
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Foto: Dario Crespi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Olgiate Olona zwischen Ebene und Olona-Tal
Olgiate Olona liegt in einer insgesamt flachen Landschaft. Östlich erstreckt sich ein Tal, in dem der Fluss Olona 20 Meter tiefer fließt. Diese Verbindung aus weiter Ebene und eingeschnittenem Talraum prägt die Orientierung vor Ort. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich Landschaft, Wege am Fluss und bemerkenswerte Zeugnisse der Ortsgeschichte auf engem thematischem Raum begegnen.
Villa Greppi–Gonzaga und sakrale Kunst
Ein kultureller Schwerpunkt ist der Komplex der Villa Greppi–Gonzaga. Die Anlage ist seit 1976 Eigentum der Gemeinde und umfasst heute unter anderem einen großen öffentlichen Park. In diesem Komplex befindet sich die Kirche Santi Innocenti, die am 21. Dezember 1936 geweiht wurde. In ihrer Apsis sehen Sie das Fresko „Gesù coi pargoli innocenti“ sowie seitliche Gemälde von Antonio Martinotti. Die Fassaden der Villa bewahren neoklassizistische Elemente: Giebel, steinerne Fensterrahmungen, Kolonnaden und glatt ausgeführte Rustika.
Auch weitere Kirchen und Kapellen geben Olgiate Olona ein ausgeprägtes historisches Profil. Die antike Propstei- und Stiftskirche Santi Stefano e Lorenzo martiri hat Wurzeln in einer bereits im 5. Jahrhundert bestehenden kirchlichen Pieve. An ihrer Fassadenmauer ist mittelalterliches Fischgrätmauerwerk zu erkennen. Die Kapelle Madonna del Rosario wurde 1525 von Einwohnern Olgiate Olonas als Votivgabe nach der Pest von 1524 errichtet, Ende des 18. Jahrhunderts oktogonal erweitert und 2007–2008 restauriert. Ihre Gewölbemalereien, inspiriert von der Herrlichkeit Marias und Jesu, führte Biagio Bellotti 1784–1785 aus.
Zur sakralen Geschichte gehört außerdem die Cappella San Genesio. Nach Januar 1982 wurde sie strukturell restauriert; die baulichen Arbeiten waren etwa eineinhalb Jahre später abgeschlossen. Die Restaurierung umfasste die Fresken, den Innenboden und den Altar. In San Gregorio Magno al Lazzaretto bewahrt die Kirche das Gemälde „San Gregorio magno e le anime purganti“ aus dem 17. Jahrhundert.
Rad- und Fußwege am Fluss
Wer Olgiate Olona mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden möchte, findet mehrere unterschiedliche Wegcharaktere. Durch den Parco del Medio Olona verläuft ein Rad- und Fußweg, der hauptsächlich dem Uferdamm des Olona folgt und stellenweise neben der ehemaligen Valmorea-Bahnstrecke verläuft. Am Fluss sind noch Reste von Mühlen und Beispiele der Industriearchäologie sichtbar. Sie gehen auf Nutzungen der Wasserkraft des Olona zurück, die seit dem 17. Jahrhundert betrieben wurden.
Bei der Via Molino del Sasso geht die Valle-Olona-Route in einen geschützten Rad- und Fußweg entlang des Talbodens über. Bis Olgiate Olona verläuft diese Route überwiegend durch bewohnte Gebiete und häufig auf für den Verkehr geöffneten Straßen. Die Pista Ciclopedonale della Valle Olona führt in Olgiate Olona an der Villa Greppi Gonzaga vorbei beziehungsweise erschließt sie als Teil des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes des Tals. Die Via Francisca del Lucomagno war ein Pilgerweg, der aus der Schweiz hinab zur Via Francigena und weiter nach Rom führte.
Praktische Orientierung für Ihren Aufenthalt
Für unterschiedliche Bedürfnisse bietet der Ort klar abgrenzbare Anhaltspunkte. Der Eingang und der Parkplatz des Parco OPAI sind mit dem Rollstuhl zugänglich. Im Zusammenhang mit dem Wochenmarkt wird San Gregorio Magno al Lazzaretto dienstagmorgens geöffnet; um 8:30 Uhr wird dort eine Messe gefeiert. Wenn Sie ein Hotel in Olgiate Olona auswählen, können Sie daher zwischen einem Aufenthalt mit Schwerpunkt auf sakraler Kunst und Baugeschichte sowie einer Planung rund um die Rad- und Fußwege am Olona abwägen.
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