Castello Cabiaglio: Steindorf, Wald und Torbiera del Carecc

File:Castello Cabiaglio Affresco votivo 01.jpg File:Castello Cabiaglio Affresco votivo 01.jpg Foto: Francoerbi via Wikimedia Commons, CC0

Castello Cabiaglio liegt im Regionalpark Campo dei Fiori, inmitten von Buchen- und Kastanienwäldern. Zugleich ist ein Teil des alten ländlichen Steindorfs mit engen Arkadengassen erhalten. Der Regionalpark trägt auf Italienisch den Namen Parco Regionale Campo dei Fiori.

Wald, Wiesen und Moor

Ein besonderer Naturbezug führt zur Riserva Naturale Orientata della Torbiera del Carecc. Sie beherbergt zahlreiche Amphibien, darunter den Kammmolch, den Bergfrosch und viele Salamander. Außerdem wurden dort einige Exemplare des seltenen Lataste-Frosches beobachtet. Die Torbiera ist von Wiesen und Buchenwäldern umgeben; im Moor wachsen unter anderem Sumpfdotterblume, Wasser-Schwertlilie, Dunkle Akelei und Kleiner Enzian. Naturkundlich Interessierte können sich in der Torbiera mit den dort vorkommenden Amphibien und den Pflanzen des Moors beschäftigen.

Dorfgeschichte und römische Funde

Die im Jahr 1889 in Castello Cabiaglio entdeckten Funde umfassten etwa zehn römische Brandgräber sowie Glas- und Eisenobjekte und Bronzemünzen aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, kann sich mit den römischen Brandgräbern sowie den Glas-, Eisen- und Bronzemünzen befassen.

Kirchen und Kunst im Ort

Die Kirche Chiesa di Sant’Appiano besitzt barock gestaltete Innenräume mit Gemälden, Stuck und illusionistischen Architekturdekorierungen des Malers Giovan Battista Ronchelli. Das Oratorio beziehungsweise die profanierte Chiesa sconsacrata di San Carlo bewahrt einen kostbaren geschnitzten Holzaltar und ein Gemälde aus dem Jahr 1646 des aus Cremona stammenden Malers Miradori mit dem Beinamen il Genovesino. Heute dient dieser Ort als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Konzerte. Kulturinteressierte können sich mit den barocken Innenräumen von Sant’Appiano, dem Holzaltar und dem Gemälde von 1646 befassen.

Wege zur Natur und zu religiösen Zielen

Das Oratorio della Beata Vergine del Ronchetto ist über einen Kreuzweg, die Via Crucis, erreichbar. Ein Abzweig des Sentiero 10B/310B verläuft auf einem etwa 1 Kilometer langen, ebenen Weg entlang der Torbiera del Carecc, führt an einer kleinen Kaskade vorbei und mündet kurz vor Castello Cabiaglio auf die SP45. Außerdem endet der Weg Nr. 3 an der Kreuzung mit der SP45. Vor dem Ortszentrum von Castello Cabiaglio können Sie von dort zur Riserva Naturale Orientata „Torbiera del Carecc“ gelangen, indem Sie links abbiegen und einige hundert Meter der Provinzstraße folgen. Für die Tagesplanung lässt sich der etwa 1 Kilometer lange, ebene Abschnitt als eigene Geh-Etappe berücksichtigen; die kleine Kaskade liegt auf seinem Verlauf.

Castello Cabiaglio für Ihre Reiseplanung

Für Ihre Reiseplanung können Sie Kultur, Naturbeobachtung und Wege als getrennte Schwerpunkte betrachten. Die ungefähre Streckenlänge und der ebene Verlauf des Sentiero 10B/310B liefern dafür konkrete Planungsgrößen. Bei der Tagesaufteilung lässt sich dieser Abschnitt neben den kulturhistorischen Themen des Orts einplanen.

Weitere Orte zur Orientierung

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